Eine gestaffelte Zusage oder eine Zusage Schritt für Schritt wäre kein zielführender Weg, sagte Schäuble dem “Tagesspiegel am Sonntag”. “Wir werden am Montag über ein Gesamtprogramm entscheiden.”
Schäuble bekräftigte zudem, die Euro-Gruppe wolle ein Sonderkonto einrichten, über das künftig die Hilfszahlungen an Griechenland abgewickelt werden sollte. Er verwahrte sich zudem gegen die Vorwürfe des griechischen Präsidenten Papoulias. Er kenne keinen Herrn Schäuble, auf den die Kritik zutreffen würde, sagte Schäuble.
“Da muss beim griechischen Präsidenten vielleicht etwas falsch angekommen sein, Alle Finanzminister der Euro-Zone kämpften seit zwei Jahren für die Stabilisierung des Euro und besonders für die Stabilisierung Griechenlands. Nach allen gemachten Erfahrungen müsse aber an der Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit gegenüber Märkten und europäischen Partnern gearbeitet werden. “Wir stellen keine neuen Bedingungen”, sagte Schäuble. Notwendig sei aber eine hinreichende Gewähr, dass das Vereinbarte unabhängig vom Ausgang von Wahlen eingehalten werde. Papoulias hatte vor wenigen Tagen gesagt, er könne nicht hinnehmen, dass Schäuble Griechenland beleidige.