Entwarnung bei Vogelgrippe: Kein weiterer Verdachtsfall in Salzburg

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Trotz leichter Entwarnung zur Vogelgrippe ist noch große Vorsicht geboten.
Trotz leichter Entwarnung zur Vogelgrippe ist noch große Vorsicht geboten. - © APA/Gindl/Archiv
Nachdem am Donnerstag der Fall einer an Vogelgrippe verendeten Wildente in der Salzburger Gemeinde Mattsee im Flachgau bekannt geworden ist, liegt vorerst kein weiterer Verdachtsfall in Salzburg vor. Das sagte Landesveterinärdirektor Josef Schöchl am Freitag auf Anfrage der APA. In stichprobenartigen Kontrollen wird überprüft, ob Stallpflicht für rund 100.000 Hühner im Flachgau eingehalten wird.

In den 28 Gemeinden im Flachgau, die vom Gesundheitsministerium zu Gebieten mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko erklärt wurden, seien nun etwas mehr als 100.000 Hühner von der behördlich angeordneten Stallpflicht betroffen, berichtete Schöchl. Im Flachgau gebe es allerdings nur wenige große Geflügelbetriebe mit 1.000 bis 2.000 Hühnern. Die Mehrheit der betroffenen bäuerlichen Betriebe hätten 20 bis 30 Hühner im Stall.

Vogelgrippe: Stallpflicht auf Höfen wird kontrolliert

Die Einhaltung der Stallpflicht werde stichprobenartig kontrolliert, kündigte der Landesveterinärdirektor an. Die Geflügelproduzenten würden sich sehr kooperativ verhalten. “Sie sind hoch sensibilisiert auf die Erkrankung und verfolgen das Seuchengeschehen sehr genau. Es ist das Thema Nummer eins bei den Geflügelzüchtern”, erklärte Schöchl.

Virus nicht auf Menschen übertragbar

Die Wildente war Anfang der Woche in Mattsee am Südufer des Grabensees tot aufgefunden worden. Die Österreichischen Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) bestätigte, dass die sogenannte Tafelente an der Vogelgrippe des Typs H5N8 verendete. Der Virusstamm ist nicht auf Menschen übertragbar.

“Großzügige Schutzzonen” in Risikogebieten

Eine bundesweite Stallpflicht wird derzeit nicht angedacht, hieß es auf APA-Anfrage im Gesundheitsministerium. Um die Risikogebiete seien “großzügige Schutzzonen” eingerichtet worden. Zudem werde das Geschehen in ganz Österreich beobachtet, bei weiteren Fällen von infizierten Tieren ist eine neue Bewertung der Lage möglich.

(APA)

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