Erdogan ab sofort auf Liste der “Feinde der Pressefreiheit”

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Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan
Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan - © APA (AFP)
Pünktlich zum UNO-Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten veröffentlichte Reporter ohne Grenzen (ROG) am Mittwoch eine neue Liste der “Feinde der Pressefreiheit”. Prominentester Neuzugang, wie nicht anders zu erwarten: Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan. Die Liste umfasst 35 Staats- und Regierungschefs, Extremisten- und Verbrecherorganisationen sowie Geheimdienste.

Diese verkörpern für ROG in besonders drastischer Weise die rücksichtslose Unterdrückung der Pressefreiheit durch Zensur, willkürliche Verhaftungen, Folter und Mord. Neu auf der Liste neben Erdogan sind auch der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sisi und Thailands Juntachef Prayut Chan-o-cha.

Zu den weiteren Neuzugängen gehören auch der burundische Präsident Pierre Nkurunziza, Saudi-Arabiens König Salman und Venezuelas Präsident Nicolas Maduro, außerdem die Houthi-Rebellen im Jemen und die Jihadistenmiliz “Islamischer Staat”.

Vier neue “Feinde der Pressefreiheit”

“Die vielen neuen Namen unter den Feinden der Pressefreiheit zeigen, dass Autokraten und Extremisten jeder Couleur immer noch sicher sein können, mit der Unterdrückung freier Medien straflos davonzukommen”, kommentierte Rubina Möhring, Präsidentin von Reporter ohne Grenzen Österreich, die Liste. “Mancher Machthaber lässt seit Jahrzehnten ungestraft kritische Journalisten verfolgen, foltern oder ermorden. Die Vereinten Nationen sollten endlich einen Sonderbeauftragten für den Schutz von Journalisten einsetzen, um wirksam gegen diesen schändlichen Zustand vorzugehen.”

Der Welttag gegen Straflosigkeit für Verbrechen an Journalisten macht auf Beschluss der UNO-Vollversammlung jährlich am 2. November darauf aufmerksam, dass die mangelnde Verfolgung von Gewalttaten eines der größten Hindernisse für einen besseren Schutz von Medienschaffenden bei ihrer Berufsausübung ist.

(APA)

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