Erdogan-Sprecher kritisiert Aussagen von BND-Chef Kahl

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Kahl bezeichnete den Putschversuch als Vorwand
Kahl bezeichnete den Putschversuch als Vorwand - © APA (dpa)
Der Sprecher des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat Äußerungen von BND-Präsident Bruno Kahl über den Putschversuch in der Türkei kritisiert. Diese seien ein Hinweis dafür, dass Deutschland den in den USA lebenden Prediger Fethullah Gülen “unterstütze”.

Das sagte Ibrahim Kalin am Sonntag. Zudem hielt er weitere türkische Wahlkampfauftritte in Deutschland für möglich.

BND-Chef nicht überzeugt

Die Türkei macht die Gülen-Bewegung für den Putschversuch vom 15. Juli 2016 verantwortlich. Der Chef des Bundesnachrichtendienst sieht das jedoch anders. Dem Nachrichtenmagazin “Der Spiegel” sagte er: “Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen”. Kahl sieht den Putschversuch zudem als “willkommenen Vorwand” für die Massenentlassungen danach, die seiner Einschätzung nach ohnehin geplant waren. “Was wir als Folge des Putsches gesehen haben, hätte sich – vielleicht nicht in der Tiefe und Radikalität – auch so ereignet”.

Vorwurf, PKK zu unterstützen

Erdogan-Sprecher Kalin warf Deutschland zudem wegen einer Kurden-Demo in Frankfurt Unterstützung der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK vor. In Frankfurt waren am Samstag mehrere tausend Kurden aus ganz Deutschland unter dem dem Motto “Nein zur Diktatur – Ja zu Demokratie und Freiheit” auf die Straße gegangen. Ziel war eine zentrale Kundgebung zum kurdischen Neujahrsfest Newroz. Kalin dagegen bezeichnete das Newroz-Fest als “Vorwand” für PKK-Propaganda.

PKK-Fahne in Deutschland verboten

Demonstranten zeigten auch Fahnen mit dem Porträt des inhaftierten PKK-Chefs Abdullah Öcalan. Dies ist in Deutschland seit kurzem nicht mehr erlaubt. Die Polizei hatte Videoaufnahmen angekündigt, nachdem sich Demonstranten weigerten, die Fahnen einzurollen.

Die Türkei hält vor dem Verfassungsreferendum am 16. April weitere Wahlkampfauftritte von Ministern in Deutschland für möglich. Es sei denkbar, dass solche Auftritte geplant würden, sagte Kalin am Sonntag dem Fernsehsender CNN Türk.

(APA/dpa)

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