Ermittlungen gegen Grazer Gefängnis-Psychologen

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Die Grazer Staatsanwaltschaft ermittelt wegen sexueller Belästigung gegen einen Psychologen der Strafanstalt Graz-Karlau. Wie der “Falter” in der am Mittwoch erscheinenden Ausgabe berichtet, soll der Psychologe mehrmals Mitarbeiterinnen unsittlich berührt und verbal belästigt haben. Angezeigt wurde er laut “Falter” von seinem früheren Chef, bei dem sich die Frauen beschwert haben sollen.


Die Ermittlungen gegen den von Kolleginnen beschuldigten Psychologen wurden vom Sprecher der Grazer Staatsanwalt gegenüber der APA bestätigt. Es gibt zwei Akten, der eine bezieht sich auf die sexuellen Belästigungen, der zweite hat den Selbstmord eines Gefängnisinsassen zum Inhalt. “Der Beschuldigte soll zwei Frauen unsittlich berührt haben”, so Bacher über den Psychologen, der mit Sexualstraftätern arbeitet.

Laut “Falter” hat auch der frühere Chef des Verdächtigen “ein Problem mit seiner Triebsteuerung”, auch er soll junge Kolleginnen sexuell belästigt haben. Strafrechtlich wird gegen ihn derzeit aber nicht ermittelt, auch frühere Anzeigen gegen ihn beziehen sich laut Bacher auf die Anschuldigungen von Gefangenen und haben Amtsmissbrauch und Verleumdung zum Inhalt, aber “nichts in Bezug auf Sittlichkeit”, so der Sprecher.

Der beschuldigte Psychologe sagte zu den Vorwürfen, die Frauen hätten freiwillig mit ihm “geschmust”. Das sei eine “Mini-Affäre” gewesen. Im “Falter” wird auch noch das Protokoll der Einvernahme zitiert: “Ergänzend möchte ich noch festhalten, dass das Thema Geilheit nicht laufend ein Thema zwischen Magistra M. und mir war.” Auch sein ehemaliger Chef weist die Vorwürfe der Frauen zurück, es sei “alles aus dem Zusammenhang gerissen”. Er gab dem Bericht zufolge allerdings zu, er habe sich “nicht ganz richtig verhalten” weil er glaubte, dass die Kollegin zu “erobern” sei.

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