Ermittlungen nach Kuh-Attacke in Tirol eingestellt

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Landwirt verletzte Sorgfaltspflicht nicht
Landwirt verletzte Sorgfaltspflicht nicht
Nach der tödlichen Attacke von 20 Kühen und Kälbern auf eine 45-jährige Deutsche im Tiroler Stubaital Ende Juli hat die Staatsanwaltschaft Innsbruck die Ermittlungen gegen den Tierhalter endgültig eingestellt. Es liege keine Verletzung der Sorgfaltspflicht vor, sagte der Sprecher der Behörde, Hansjörg Mayr, der APA am Freitag und bestätigte damit Medienberichte.


Der Landwirt habe vor dem Unglück bei den Zugängen zur Weide mehrsprachige Warnschilder angebracht. Auf den Schildern sei dringend geraten worden, Distanz zu den Tieren zu halten. Zudem habe der Bauer darauf hingewiesen, dass es sich um Mutterkühe handelt, die ihre Kälber schützen, begründete Mayr die Einstellung des Ermittlungsverfahrens.

Die 45-Jährige war in dem eingezäunten Bereich mit ihrem Hund auf einem Wanderweg unterwegs, als die Tiere plötzlich seitlich auf sie zuliefen. Die Frau wurde an Ort und Stelle rund 45 Minuten lang reanimiert, erlag jedoch schließlich ihren schweren Verletzungen. Nach Angaben der Exekutive hatte es die Herde vermutlich auf den angeleinten Hund der Frau abgesehen. Das Tier soll sich laut einem Zeugen zuvor aber nicht aggressiv den Kühen gegenüber verhalten haben. Die Obduktionsergebnisse ergaben, dass die Deutsche zu Tode getrampelt wurde.

Nach dem Vorfall brach eine Debatte über mögliche Konsequenzen aus der Kuhherden-Attacke aus. Die Tiroler Landwirtschaftskammer kündigte an, Verhaltensregeln für Wanderer auf Almen erarbeiten zu wollen und gab als erste Maßnahme einen Info-Folder mit Illustrationen heraus. Nach der tödlichen Attacke gab es in Tirol weitere Zwischenfälle mit Wanderern und Kühen.

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