Erneut abfällige Äußerung eines Priesters über BP-Kandidaten

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Erneut wurden Politik in die Kirche gebracht (Symbolbild).
Erneut wurden Politik in die Kirche gebracht (Symbolbild). - © APA/HANS KLAUS TECHT
Erneut hat sich ein in Oberösterreich tätiger Pfarrer abfällig über einen Präsidentschaftskandidaten geäußert. Der Aushilfspriester aus Deutschland soll in seiner Sonntagspredigt am 13. November in der Kirche in Weitersfelden bei Freistadt abwertend über Alexander Van der Bellen gesprochen und offenbar eine Wahlempfehlung für Norbert Hofer ausgesprochen haben, informierte die Diözese Linz.

Erst Ende vergangener Woche wurde nach scharfen Attacken eines Aushilfspriesters gegen FPÖ-Politiker während des Gottesdienstes in Mondsee dessen Vertretungstätigkeit vorzeitig beendet. Auch der Geistliche aus Deutschland wird nun in der Mühlviertler Gemeinde keine Messe mehr halten. Die Aushilfetätigkeit wurde einvernehmlich auf jeden Fall für die nächsten zwei Wochen ausgesetzt, teilte die Diözese weiter mit.

Generalvikar bedauert Vorfälle

Generalvikar Severin Lederhilger bedauerte die beiden Vorfälle und wies in einer Pressesendung auf die geltenden diözesanen Richtlinien hin. “Um der Einheit in den kirchlichen Gemeinden willen und unter Respektierung legitimer Pluralität gilt es parteipolitische Zurückhaltung zu üben. Insbesondere darf es keine Instrumentalisierung der Gottesdienste zur parteipolitischen Agitation geben”, so der Generalvikar.

(APA)

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