Erneut Verdacht auf Rindertuberkulose in Vorarlberg

In Vorarlberg besteht erneut der Verdacht einer Rinder-TBC-Infektion. Bei den laufenden TBC-Kontrollen ergab sich bei einer Kuh in Silbertal (Bez. Bludenz) eine positive Hautreaktion. Auch das nach der Tötung der Kuh erhaltene Zwischenergebnis eines Schnelltests fiel positiv aus, informierte Landesveterinär Norbert Greber am Freitag. Der endgültige Befund wird in etwa acht Wochen vorliegen.

Gemeinsam mit diesem Rind wurde auch eine zweite Kuh derselben Herde zu Wochenbeginn diagnostisch getötet. Allerdings wurde in diesem Fall der positive Hauttest durch den nachfolgenden Schnelltest nicht bestätigt. Trotzdem wird auch beim zweiten Rind eine bakteriologische Untersuchung durchgeführt, um Gewissheit zu erlangen.

Bis zum Vorliegen der endgültigen Befunde bleibt der betroffene Hof für den Viehverkehr gesperrt. Es handelt sich um einen Mutterkuhbetrieb mit 16 Kühen und 20 Jungtieren. Die anderen Kontrollen in der Gemeinde Silbertal förderten keine weiteren positiven Ergebnisse zutage und sind bis auf eine Ausnahme abgeschlossen.

Vorarlberg hatte bereits in den vergangenen Jahren mit Rindertuberkulose zu kämpfen. Allein 2016 wurde in Vorarlberg bei 30 Rindern TBC nachgewiesen, als Risikogebiete kristallisierten sich speziell das Kloster- und das Silbertal heraus.

Rindertuberkulose ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die auf den Menschen übertragbar ist. Der Erreger hat eine Inkubationszeit von bis zu zwei Monaten, darauf folgt eine oft lange Latenzphase. Ein Mensch kann sich über Rohmilch, rohes Fleisch und bei der Schlachtung infizieren, aber auch durch Einatmen des Erregers in verseuchten Ställen. Unmittelbare Gefahr für den Konsumenten besteht aufgrund der vielfältigen Untersuchungen, Pasteurisierung und Sicherheitsmaßnahmen aber nicht.

(APA)

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