Erster Elektro-Jaguar könnte bei Magna in Graz gebaut werden

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Der I-Pace ist ein coupeähnlicher SUV mit 400 PS
Der I-Pace ist ein coupeähnlicher SUV mit 400 PS - © APA (dpa)
Das erste Elektroauto von Jaguar, der auf der Auto Show in Los Angeles präsentierte I-Pace, soll laut einem Bericht der “Kleinen Zeitung” ab Frühjahr 2018 im Grazer Magna-Werk gebaut werden. Tatsächlich haben die Steirer Großaufträge aus dem Hause Jaguar Land Rover (JLR) in der Tasche, unklar war bisher aber noch, um welche Modelle es sich handelt. Magna bestätigte den Bericht nicht.

Der I-Pace ist ein coupeähnlicher SUV mit 400 PS und soll im sogenannten Normzyklus mit einer Batterie-Ladung bis zu 500 Kilometer weit kommen. Laut dem Zeitungsbericht soll der Produktionsstandort für den Elektro-Jaguar erst auf dem Genfer Salon im März offiziell publik gemacht werden. Die ersten I-Pace sollen in der zweiten Jahreshälfte 2018 auf die Straßen kommen.

Zu den Eckdaten des allradgetriebenen SUV: Er soll 4,73 Meter lang sein und damit nahe am Jaguar F-Pace liegen. Das Sport-Coupe schafft es in 4,2 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Die Lithium-Ionen-Batterie mit einer Kapazität von 90 kWh soll vom LG Chem-Werk in Polen geliefert werden. Jaguar will mit seinem E-Auto beim Preis unter jenem von Tesla liegen. Auch von einem Basis-Modell mit 320 PS ist die Rede. Pro Jahr wird eine Stückzahl von 10.000 kolportiert.

Eine Bestätigung des Berichts von Magna Steyr in Graz gab es nicht. Gerüchte und Spekulationen am Markt wolle man generell nicht kommentieren, hieß es am Dienstag auf APA-Anfrage: “Wir sind uns sicher, dass unser Kunde Jaguar Landrover zu gegebener Zeit die Produkte, welche bei uns gebaut werden, kommunizieren wird.”

Auch über das zweite geplante Jaguar-Modell, das in der steirischen Landeshauptstadt gebaut werden soll, herrscht nämlich Schweigen: Es soll sich um ein Modell mit Verbrennungsmotor handeln und noch vor dem I-Pace von Band laufen. Es könnte ein kleinerer SUV namens J-Pace sein, der im September 2017 in Frankfurt vorgestellt werden soll. Direkt danach soll die Produktion anlaufen, damit das Auto noch vor Ende 2017 bei den Händlern ankommt, hieß es in dem Zeitungsbericht.

Magna Steyr baut sein Werk in Graz aus. Der Grund sind neben den Aufträgen von Jaguar Land Rover auch neue Großaufträge von BMW sowie Toyota – zudem ist vor wenigen Monaten der Vertrag mit Daimler zur Fertigung der Mercedes-G-Klasse bis 2023 verlängert worden. Für alles zusammen werden in den kommenden beiden Jahren rund 3.000 neue Arbeitskräfte benötigt. 2015 erhöhte sich die durchschnittliche Mitarbeiterzahl ohne Lehrlinge von 3.587 (2014) auf 3.753. Bei sogenannten Road-Shows war Magna in den vergangenen Wochen auf der Suche nach Arbeitskräften, die in der Automobilbranche Fuß fassen wollen. Rund 1.800 Interessierte haben sich bisher nach ihren Möglichkeiten erkundigt. Die ersten 1.400 neuen Mitarbeiter sollen bereits im Frühjahr 2017 bei Magna beginnen, hieß es am Dienstag in einem Bericht des ORF-Radio Steiermark.

(APA)

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