EU-Außengrenzschutz: Salzburger Pioniere zum Hilfseinsatz nach Ungarn

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Soldaten aus Salzburg werden nach Ungarn beordert.
Soldaten aus Salzburg werden nach Ungarn beordert. - © Militärkommando Salzburg
Mit einem Militär-Sonderzug werden österreichische Soldaten, darunter Salzburger Pioniere, und Teile der schweren Ausrüstung nach Ungarn verlegt. Am Donnerstag wurden der Kontingentskommandant und das Vorkommando für den humanitären Einsatz in die Grenzregion Ungarns zu Serbien verabschiedet. Der humanitäre Hilfseinsatz soll ein halbes Jahr andauern.

Aufgabe der Truppe, die aus Angehörigen der drei österreichischen Pionierbataillone besteht, ist die Unterstützung bei der Sicherung der EU-Außengrenze.

Soldaten in Schwarzenbergkaserne vorbereitet

Vor drei Wochen erhielt Oberst Günther Gann, Kommandant des Salzburger Pionierbataillons 2, den Auftrag zur Formierung des Österreichischen Kontingents für die Ungarn-Mission. 65 Soldaten, davon 32 Salzburger Pioniere, bereiteten sich in der Schwarzenbergkaserne in Wals (Flachgau) auf ihre Aufgaben, vor allem den Straßenbau und Containertransport, vor. “Dieser Einsatz ist genau auf die Fähigkeiten der Pioniertruppe zugeschnitten. Wir haben bei der Formierung und Herstellung der Einsatzbereitschaft auf Erfahrungen von zwei Beteiligungen an EU-Battlegroups zurückgreifen können“, so Oberst Gann, „und die Schwarzenbergkaserne ist ideal als Entsendebasis, weil Platz und Eisenbahngleise vor Ort verfügbar sind.” Es gelte, das Wegenetz im Einsatzraum zu verbessern, um rasch einsatzfähiger zu sein. Dazu kommen diverse Transportaufgaben und die Herstellung der Kommunikationsschienen.

Salzburger Soldaten in Ungarn verantwortlich

Der insgesamt 550 Meter lange und 1.100 Tonnen schwere Sonderzug mit 50 Fahrzeugen und Pioniermaschinen wird am Samstag im Einsatzraum ankommen. Untergebracht wird die Truppe in einer Kaserne in Hodmezövasarhely, etwa 20 Kilometer nordöstlich von Szeged, wo sich eine große ungarische Militärbasis befindet. Der Einsatz der österreichischen Soldaten dauert voraussichtlich sechs Monate. Für die Erfüllung ihrer Aufgaben stehen den Soldaten Hakenladesysteme, Kipper, Tieflader sowie Bagger, Planiergeräte und diverse Lkw- und Pkw-Typen zur Verfügung.

(APA/S24)

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