EU-Parlament will Sommerzeit abschaffen

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Die bestehende Regelung zur Sommerzeit soll überarbeitet werden, finden die Parlamentarier. (Symbolbild)
Die bestehende Regelung zur Sommerzeit soll überarbeitet werden, finden die Parlamentarier. (Symbolbild) - © dpa-Zentralbild/Patrick Pleul
Eine Mehrheit der EU-Parlamentarier drängt wieder einmal auf die Abschaffung der Zeitumstellung. Die Abstimmung fand am Donnerstagnachmittag statt: Die Sommerzeit soll abgeschafft werden. Entscheiden kann das das Parlament nicht alleine, sondern stellt mit dem Beschluss eine Forderung an die Kommission.

384 Parlamentarier haben für eine Überarbeitung der derzeitigen Regelung gestimmt, 153 waren dagegen und zwölf Mandatare haben sich enthalten.

Sommerzeit sei nicht mehr “zeitgemäß”

Abgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen kritisierten die Zeitumstellung als nicht mehr zeitgemäß und verwiesen auf gesundheitliche Störungen bei vielen Menschen und Tieren. Die für Verkehrspolitik zuständige Kommissarin Violeta Bulc äußerte sich offen für die Forderung. Bisher habe allerdings kein EU-Staat einen entsprechenden Antrag gestellt.

Die EU-Kommission solle eine “gründliche Bewertung” der entsprechenden Richtlinie vornehmen, verlangte das Parlament in Straßburg. Falls notwendig, solle sie einen Vorschlag zu einer Änderungen dieser Regelung vorlegen. Die Forderung des Verkehrsausschusses, die Sommerzeit ganz abzuschaffen, fand im Parlament allerdings keine Mehrheit. Dagegen stimmten vor allem Konservative und Euroskeptiker.

Sommerzeit in Österreich seit 1980

In Österreich wurde die Sommerzeit ebenso wie in Deutschland 1980 eingeführt. Andere Länder wie Italien und Frankreich hatten sich bereits in den 1960er-Jahren zu dem Schritt entschlossen. Unter dem Einfluss des Ölschocks erhofften sich die Regierungen damals von den hellen Abenden Energieeinsparungen.

Gleichzeitige Umstellung in der EU

Die EU war zwar für die Einführung der Sommerzeit nicht verantwortlich. Sie verabschiedete aber eine Richtlinie, wonach alle Mitgliedstaaten die Zeitumstellung am gleichen Tag vornehmen müssen – jeweils am letzten Wochenende im März und Oktober. Ziel der 2001 in Kraft getretenen Regelung ist es vor allem, ein zeitliches Durcheinander in der EU und damit Behinderungen des Binnenmarktes zu verhindern.

Nun liegt der Ball bei der EU-Kommission. Sie prüft Forderungen nach einer Abschaffung der Sommerzeit bereits seit längerem. Sollte sie zu dem Schluss kommen, dass der Schaden überwiegt, könnte sie den Mitgliedstaaten und dem Parlament einen Vorschlag zur Änderung der entsprechenden Richtlinie unterbreiten.

(APA/SALZBURG24)

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