Österreicher eher gegen gemeinsame EU-Verteidigung

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Österreich sieht sich nicht so sehr in einem EU-Heer
Österreich sieht sich nicht so sehr in einem EU-Heer - © APA
Die Österreicher sind am wenigsten erbaut über eine gemeinsame EU-Verteidigungspolitik. Laut einer Eurobarometer-Umfrage unterstützen nur 57 Prozent der Österreicher die Idee einer gemeinsamen Verteidigungspolitik der Europäischen Union. Am meisten Zustimmung gibt es in Luxemburg und Litauen, wo je 87 Prozent eine gemeinsame EU-Politik unterstützen. In Deutschland sind es 84 Prozent.

Die Umfrage wurde von dem Portal “Politico” am Mittwochvormittag veröffentlicht. Die Gesamtzahlen werden offiziell erst bei der Pressekonferenz der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini präsentiert.

Österreich will nicht zahlen

Auch bei den Verteidigungsausgaben zeigt sich Österreich nicht sehr ausgabefreudig. Der Durchschnitt der Verteidigungsausgaben in der EU 2015 betrug 1,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Dabei lag Griechenland laut Eurostat-Daten vom Mittwoch mit 2,7 Prozent an der Spitze, Luxemburg war mit 0,3 Prozent Schlusslicht. Österreich kam mit 0,6 Prozent nur auf den viertletzten Platz der noch 28 EU-Staaten.

Großbritannien gibt am meisten aus

In absoluten Zahlen lag Großbritannien mit 55 Milliarden Euro Verteidigungsausgaben an der Spitze. Das macht mehr als ein Viertel (27 Prozent) sämtlicher Mittel in der Europäischen Union für Verteidigung (199,9 Mrd. Euro) aus. Danach folgen Frankreich (38 Mrd. Euro oder 19 Prozent), Deutschland (30 Mrd. Euro oder 15 Prozent) und Italien (20 Mrd. Euro oder 10 Prozent). Diese vier Staaten kamen gemeinsam auf fast drei Viertel (72 Prozent) der gesamten Verteidigungsausgaben der EU. Österreich wendete 1,95 Mrd. Euro 2015 für diesen Bereich auf.

Beim BIP-Anteil folgt hinter Griechenland an zweiter Stelle Großbritannien mit 2,1 Prozent. Dann kommen Estland (1,9 Prozent), Frankreich (1,8 Prozent), Polen (1,6 Prozent), Zypern und Bulgarien (je 1,4 Prozent), Finnland, Litauen und Kroatien (je 1,3 Prozent), Italien (1,2), Schweden, Slowakei, Portugal, Niederlande und Dänemark (je 1,1 Prozent), Rumänien, Lettland, Spanien und Deutschland (je 1,0 Prozent), Tschechien (0,9 Prozent), Slowenien, Malta und Belgien (je 0,8 Prozent), ÖSTERREICH (0,6 Prozent), Ungarn (0,5 Prozent), Irland (0,4 Prozent) und Luxemburg (0,3 Prozent).

(APA)

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