EU weitet Ausbildung libyscher Küstenwache und Marine aus

Die EU will verstärkt die Ausbildung der libyschen Küstenwache und Marine für Rettungseinsätze vor der Küste des Landes fördern. 213 Libyer seien bereit für die Einsätze gegen Schlepper geschult worden. Bis Ende 2018 sollen es 500 sein, sagte Konteradmiral Enrico Credendino, der zuständige Befehlshaber der EU-Mission Sophia, nach Angaben der italienischen Nachrichtenagentur ANSA am Freitag.

Diese Schulung zusammen mit den zwölf Schiffen, die Italien der libyschen Küstenwache demnächst liefern werde, soll den Libyern effizientere Einsätze ermöglichen. Seit der zweiten Hälfte 2017 habe die libysche Küstenwache 20.000 Menschen gerettet und dazu beigetragen, die Zahl der toten Migranten im Mittelmeer zu verringern, sagte Credendino. Libyen ist der Hauptausgangspunkt für Flüchtlinge, die von Afrika aus versuchen, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen.

Laut Credendino gebe es enge Beziehungen zwischen Menschenhändlern und Ölschmugglern. Libyen verliere jährlich 750 Millionen Dollar (640 Mio. Euro) wegen des Ölschmuggels. “Wir haben die Aufgabe, Informationen über diesen illegalen Handel zu sammeln, ohne jedoch einzugreifen”, sagte der Admiral. Während der Menschenhandel zuletzt gesunken sei, floriere das Geschäft mit dem Öl.

Credendino erklärte, dass die Rettung von Migranten im Mittelmeer nicht das wichtigste Mandat der “Sophia”-Mission sei. Es sei jedoch eine Pflicht der im Rahmen der EU-Mission engagierten Schiffe, Migranten zu retten. In drei Jahren haben Schiffe der “Sophia”-Mission 44.900 Migranten in Sicherheit gebracht. “Das sind aber nur zehn Prozent aller im Mittelmeer geretteten Menschen”, sagte der Admiral. Die EU-Mission “Sophia” war vom EU-Rat im Juni 2015 darauf ausgelegt worden, Schleppern das Geschäft zu vereiteln und zusätzlich Rettungsmaßnahmen vorzunehmen.

(APA)

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