Europa League: Salzburg im Halbfinale gegen Olympique Marseille

Akt.:
Nein, ihr habt nicht geträumt: Red Bull Salzburg steht nach der unvergesslichen Nacht gegen Lazio Rom tatsächlich im Halbfinale der Europa League und trifft dort auf Olympique Marseille. Beide Teams kennen sich aus der Gruppenphase bereits bestens.

Salzburgs Reise durch Europa geht weiter: Im Halbfinale der Europa League treffen die Bullen auf Olympique Marseille. Das ergab die Auslosung am Freitag in Nyon. Die Rose-Elf spielt zunächst am 26. April im Stade Velodrome von Marseille, das Rückspiel steigt am 3. Mai in Salzburg. Arsenal und Atletico Madrid spielen den zweiten Teilnehmer für das Finale am 16. Mai in Lyon aus.

Salzburg steht im Halbfinale

Nach einer wahren Gala-Nacht gegen Lazio Rom scheint für die Salzburger nun alles möglich zu sein. “Wir haben immer daran geglaubt und das macht viel aus”, jubelte Xaver Schlager. “Das sind wunderschöne Momente für einen Spieler, die ich niemals vergessen werde.”

Zuerst Heimsieg, dann 0:0

Für die Mannschaft von Marco Rose gibt es damit ein Wiedersehen mit OM. Die beiden Clubs sind schon in der Gruppenphase aufeinandergetroffen, Salzburg hat daran gute Erinnerungen. Einem 1:0-Heimsieg durch ein Tor von Munas Dabbur (73.) Ende September folgte Anfang Dezember auswärts ein 0:0, womit die Roten Bullen ohne Niederlage den Gruppensieg holten. Gelingt eine Wiederholung, würde Österreichs Überraschungsteam im Finale am 16. Mai in Lyon stehen. Der zweite Teilnehmer wird zwischen Arsenal London und Atletico Madrid ermittelt.

In Salzburg geht man aber davon aus, dass die Franzosen nun schwieriger zu bezwingen sind. “Wenn man Marseille in den letzten Wochen und Monate verfolgt hat, weiß man, sie sind extrem stark. Es ist ein anderes Marseille, als wir sie im Herbst hatten”, sagte Christoph Freund. Doch auch das Ziel ist klar. “Wir werden es genießen, dass wir da dabei sind. Aber wir wollen natürlich das Maximum erreichen, wir wollen natürlich in die nächste Runde”, betonte der Sportdirektor.

Rose ist vorsichtig und optimistisch

Vorsichtig und optimistisch zugleich äußerte sich Rose. “Wir haben uns beide entwickelt, jetzt geht es darum, die richtigen Mittel zu finden. Wir wissen, was es für ein schwieriges Heimspiel war, welche Druckphasen wir aushalten mussten, wo wir extrem fleißig verteidigen musten”, erinnerte sich der Coach an den Herbst. Aber “wir haben gemerkt, dass wir durchaus mithalten können.”

Wie schon in den bisherigen K.o.-Runden gegen Real Sociedad San Sebastian (2:2), Borussia Dortmund (2:1) und Lazio (2:4) muss Salzburg zunächst auswärts antreten. Kein Nachteil, findet Rose. “Wir fühlen uns wohl damit, zuerst auswärts zu spielen. Wir wollen in Marseille hoffentlich ein gutes Ergebnis mitnehmen, um bei uns zu Hause die Sensation zu schaffen”, erklärte der Trainer.

Lainer: Marseille ist unguter Gegner

Auch Stefan Lainer will sich von den guten Ergebnissen gegen Olympique im Herbst nicht blenden lassen. “Marseille war damals schon ein unguter Gegner. Sie haben viel Qualität, gute Einzelspieler, die im Laufe der Zeit jetzt in Schwung gekommen sind. Ich denke, sie sind ein stärkerer Gegner als in der Gruppenphase. Wir haben uns auch verbessert, deshalb wird es sicher ein Duell auf Augenhöhe werden”, meinte der Verteidiger.

In Südfrankreich kann man angesichts der anderen möglichen Gegner aus der spanischen oder englischen Topliga mit dem Los gut leben. “Das ist nicht das schlechteste Los, aber wir kennen Salzburg. Wir haben bei ihnen verloren und zu Hause unentschieden gespielt, aber das ist jetzt das Halbfinale, das wird anders”, sagte OM-Sportdirektor Andoni Zubizarreta, der nicht zuletzt die Salzburger Leistung am Donnerstag hervorhob: “Sie waren gegen Lazio sehr stark.”

Für den neunfachen französischen Meister aus Marseille, der sich im Viertelfinale gegen den deutschen Red-Bull-Club RB Leipzig durchgesetzt hat, geht es um die fünfte Teilnahme in einem Europacup-Finale. Im Meistercup gab es 1991 nach Elfmeterschießen eine Niederlage gegen Roter Stern Belgrad, im Nachfolgebewerb Champions League feierte OM 1993 mit dem Triumph über AC Milan den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. Im UEFA-Cup setzte es zwei Final-Niederlage, 1999 gegen Parma (0:3) und 2004 gegen Valencia (0:2).

(APA)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Salzburger "Lepi" und "Volksi"... +++ - 300 Interessierte beim Girls' ... +++ - Bis zur kommenden Woche wieder... +++ - Autodieb kracht mit gestohlene... +++ - Erneut Saharastaub in Österrei... +++ - Massenschlägerei mit mehreren ... +++ - 1,563.000 Menschen 2017 armuts... +++ - Arbeiter stürzt in Elsbethen ü... +++ - Einbrecher halten Salzburger P... +++ - Motorradlenker schwer verletzt... +++ - 2017 doppelt so viele Hilfesuc... +++ - XXXLutz nimmt Kika-Leiner-Mutt... +++ - Rettungsgassen-Gipfel: Optimie... +++ - Pinzgauer Rinder: Weltkongress... +++ - Freie Fahrt am Großglockner: "... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen