Europa und Asien wollen enger zusammenarbeiten

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Van Rompuy traf mehrere asiatische Länderchefs
Van Rompuy traf mehrere asiatische Länderchefs
Angesichts der globalen Gefahren durch Terror, Klimawandel und Seuchen wie Ebola wollen Europa und Asien ihre Zusammenarbeit verstärken. In der Abschlusserklärung zu einem zweitägigen europäisch-asiatischen Gipfeltreffen (ASEM) in Mailand betonten Staats- und Regierungschefs aus rund 50 Staaten die Bedeutung einer umfassenden Partnerschaft für Sicherheit und Wachstum.


“Beide Regionen sehen sich mit globalen Herausforderungen konfrontiert”, sagte EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy zum Abschluss des Gipfels. “Vor diesem Hintergrund ist die Zusammenarbeit zwischen unseren Regionen so wichtig wie nie zuvor.”

Auch die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel lobte den Gipfel als “ein sehr fruchtbares Treffen” und nannte die Wirtschaftslage, den Kampf gegen die Terrormiliz Islamischer Staat sowie die Ebola-Epidemie als wichtige Themen. In der Abschlusserklärung zum Spitzentreffen wird die Ausbreitung des Virus als “ernsthafte Gefahr für die Gesundheit und Sicherheit auf der ganzen Welt” bezeichnet. Es müsse eine umfassende und koordinierte Strategie gegen die Krankheit geben, heißt es in dem Dokument.

Keine ersichtlichen Fortschritte gab es in Mailand beim Thema Welthandel. Am Widerstand Indiens war das erste globale Abkommen über Handelserleichterungen in der fast 20-jährigen Geschichte der Welthandelsorganisation (WTO) jüngst bis auf weiteres gescheitert. Man sei tief besorgt über die festgefahrene Situation und fordere von allen WTO-Mitgliedern Anstrengungen zur Lösung des Konflikts, heißt es im Abschlussdokument.

Indien hatte das vorläufige Scheitern des Handelspaktes mit der Haltung einiger Industrieländer begründet. Diese hätten nur über die Liberalisierung des Handels und nicht über andere zentrale Regelungen wie etwa Ernährungsprogramme reden wollen.

EU-Ratspräsident Van Rompuy sagte zu der Bedeutung von Zusammenarbeit im Bereich Handel: “Europa braucht Asiens Wachstum, um seine Wirtschaft wieder anzukurbeln, Asien braucht die europäischen Märkte, Investitionen und Technologien.”

Offiziell nicht thematisiert wurden in Mailand die andauernden Proteste für mehr Demokratie in der chinesischen Sonderverwaltungsregion Hongkong. In der Abschlusserklärung findet sich lediglich eine sehr allgemeine Erklärung zum Thema Menschenrechte. In ihr heißt es, die Staats- und Regierungschefs seien entschlossen, für Schutz und Förderung von Menschenrechten einzustehen. Den nächsten Europa-Asien-Treffen richtet 2016 die Mongolei aus.

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