Europas Inlandsgüterverkehr stark geschrumpft

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Verlagerung auf Schiene funktioniert kaum
Verlagerung auf Schiene funktioniert kaum
Der Inlandsgüterverkehr in der EU ist zwischen 2007 und 2012 deutlich geschrumpft: Insgesamt betrug der Rückgang 11,7 Prozent, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Mittwoch mitteilte. Beim Blick auf die einzelnen Verkehrsträger wird dabei deutlich, dass die Straße nach wie vor mit rund drei Viertel dominant bleibt. In Österreich verzeichnet der Straßengüterverkehr sogar Zuwächse.


EU-weit entfielen 2012 beim Inlandsgüterverkehr 74,5 Prozent auf den Straßenverkehr, was nur ein leichtes Minus gegenüber 2007 (75,4 Prozent) bedeutet. Allerdings fiel der allgemeine Rückgang des Güterverkehrs im Straßenverkehr mit minus 12,8 Prozent deutlich höher aus als bei Schiene (minus 9,9 Prozent) und Binnenschifffahrt (minus 4,1 Prozent). Dementsprechend erhöhte sich deren Anteil am Modalsplit leicht von 18,3 auf 18,6 Prozent (Schiene) respektive von 6,3 auf 6,9 Prozent (Binnenschifffahrt).

Die Unterschiede bei den einzelnen EU-Mitgliedsländern sind dabei frappant. So entfiel in fünf Ländern teils weit weniger als die Hälfte des gesamten Inlandgüterverkehrs auf die Straße. An der Spitze lag hier 2012 Lettland mit einem Anteil von lediglich 15,7 Prozent. Es folgten Litauen (29,6 Prozent), Estland (33 Prozent). Deutlich über dem Schnitt lagen hingegen Zypern und Malta (je 100 Prozent), Irland (98,9 Prozent), Griechenland (98,5 Prozent) sowie Spanien (94,5 Prozent).

Österreich liegt beim Anteil des Straßenverkehrs mit 63,4 Prozent zwar unter dem EU-Schnitt. Allerdings verzeichnete man gegenüber 2007 einen klaren Anstieg, als 61 Prozent ausgewiesen wurden. Entsprechend geriet die Bahn mit einem Minus von 34,8 auf 32,9 Prozent ebenso ins Hintertreffen wie die Binnenschifffahrt, die von 4,2 Prozent auf 3,7 Prozent absackte.

Allgemein ist die Eisenbahn mehrheitlich nicht auf dem Vormarsch, fiel zwischen 2007 und 2012 der Anteil des Eisenbahnverkehrs doch in 14 EU-Mitgliedstaaten. Den höchsten Anteil am Modalsplit kann hier Lettland mit 84,3 Prozent vorweisen. Bei der Binnenschifffahrt lagen die Niederlande 2012 mit 46,5 Prozent vorne, gefolgt von Bulgarien (30,5 Prozent) und Rumänien (29,2 Prozent). Bei der Schifffahrt verzeichneten nur fünf Länder Rückgänge.

Der Blick auf Österreichs Anteil am gesamten europäischen Aufkommen im Straßengüterverkehr zeigt einerseits, dass dieser mit 2,3 Prozent im Jahr 2012 relativ niedrig lag. Deutschland kommt hier auf 24,4 Prozent, gefolgt von Frankreich mit 15,8 Prozent. Dafür findet sich Österreich mit 61,7 Prozent auf Platz 2 jener Länder mit dem höchsten Anteil von internationalem Güterverkehr auf der Straße – abgehängt nur von Slowenien, wo man auf 74,2 Prozent kam.

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