Europol-Daten zu Terror-Ermittlungen im Internet aufgetaucht

Europol-Unterlagen zu internationalen Ermittlungen über Terrorgruppen sind einem Medienbericht zufolge versehentlich unverschlüsselt im Internet aufgetaucht. Ein Ex-Mitarbeiter der europäischen Polizeibehörde habe ein Dossier mit Informationen über etwa 54 verschiedene Untersuchungen bei sich zu Hause auf eine online geschaltete Festplatte gepackt, berichtete das TV-Dokumentarmagazin Zembla.

Der Ex-Mitarbeiter habe nicht gemerkt, dass die Unterlagen für jedermann zugänglich gewesen seien. Sie enthielten unter anderem Namen und Telefonnummern von Verdächtigen. Dem Beitrag zufolge räumte ein führender Europol-Vertreter den Vorgang ein. Er wurde zitiert mit den Worten, dass außer den Zembla-Ermittlern offenbar niemand das Dossier gesehen habe. Er könne dies aber nicht ausschließen.

Die niederländische Europa-Abgeordnete Sophie in ‘t Veld sprach auf Twitter von einem “riesigen Datenleck”. Sie werde die EU-Kommission und die Europol-Führung auffordern, das Parlament zu informieren. Ein Europol-Sprecher sagte, man bereite eine Stellungnahme vor.

Die Behörde mit Sitz in Den Haag soll die nationalen Polizeibehörden in der Europäischen Union bei der Zusammenarbeit unterstützen.

(APA/ag.)

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