Fahrplanwechsel: Das ändert sich für die Bahnpendler im Flachgau

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Im Bild (v.li.): Hermann Riedl (Salzburger Verkehrsverbund), Roland Hittenberger (Landesbaudirektion), Landesrat Hans Mayr, Alexander Öppinger (ÖBB-Achsenmanagement), Christian Höss (ÖBB-Projektleiter).
Im Bild (v.li.): Hermann Riedl (Salzburger Verkehrsverbund), Roland Hittenberger (Landesbaudirektion), Landesrat Hans Mayr, Alexander Öppinger (ÖBB-Achsenmanagement), Christian Höss (ÖBB-Projektleiter). - © Land Salzburg/Stefan Mayer
Mit dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember verändert sich das Nahverkehrsangebot für Seekirchen (Flachgau). Bei einer Informationsveranstaltung am Montag äußerten viele Bürger ihren Unmut über fehlende Zugverbindungen. “Es liegt nun an uns, hart und konsequent an Verbesserungen zu arbeiten”, erklärte Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG) dazu.

Auf die Hintergründe und Problematiken beim neuen Fahrplan ging Hermann Riedl, Schienen-Verkehrsplaner im Salzburger Verkehrsverbund ein. Rund 140.000 zusätzliche Zugkilometer am Nordostast wurden für den neuen Fahrplan bestellt. Durch den neuen Knotenbahnhof in Neumarkt-Köstendorf profitieren mehr Pendler durch das größere Einzugsgebiet und die bessere Erreichbarkeit.

Im Frühverkehr werden künftig zwischen 5.00 und 8.30 Uhr 13 statt bisher zwölf Züge von Seekirchen abfahren. Ein Regionalzug mit Abfahrt um 6.48 Uhr in Seekirchen wird bis Freilassing durchgebunden. Bei dem Regionalzug um 7.16 Uhr erhöht ein zusätzlicher Wagen das Sitzplatzangebot. Die Aufteilung der Züge in der stärksten Pendlerzeit zwischen 7.00 und 8.00 Uhr wird angepasst. Gleichzeitig werden die Verbindungen an Sonn- und Feiertagen auf einen Ein-Stunden-Takt reduziert.

Diskussion zum Nahverkehr im Gymnasium Seekirchen./Land Salzburg/Stefan Mayer Diskussion zum Nahverkehr im Gymnasium Seekirchen./Land Salzburg/Stefan Mayer ©

Kräftiger Ausbau beim S-Bahn-Nordast

Christian Höss, als ÖBB-Projektleiter für den Ausbau der Strecke Neumarkt-Köstendorf-Friedburg sowie den Bau der Hochleistungsstrecke Salzburg verantwortlich, zeigte auf, wie durch schrittweise Infrastrukturverbesserungen der Nordast des Salzburger S-Bahn-Netzes attraktiver gemacht wird. 2019/2020 soll die Mattigtalbahn vom Bahnhof Steindorf bis zum Bahnhof Neumarkt-Köstendorf verlängert werden. Beide Bahnhöfe werden in Folge umgebaut und modernisiert. Eisenbahnkreuzungen werden aufgelassen, für die Bahnhofstraße in Steindorf wird bis 2021 eine Unterführung gebaut. Die Strecke Steindorf – Friedburg wird bis 2012 elektrifiziert und der Bahnhof Friedburg attraktiver gestaltet.

Über 20 Kilometer Neubaustrecke zwischen Salzburg und Köstendorf

Zwischen Köstendorf und Salzburg soll bis 2033 eine rund 21,3 Kilometer lange Neubaustrecke entstehen, 16,5 Kilometer davon im Tunnel. Dazu laufen gerade die Planungsarbeiten zum UVP-Einreichprojekt. Dadurch werden zusätzlicher Nahverkehr und Haltestellen auf der Bestandstrecke möglich. Durch Spitzengeschwindigkeiten von 250 km/h verringert sich die Fahrzeit für die Strecke Linz – Salzburg auf weniger als 60 Minuten im Fernverkehr.

Haltestelle Seekirchen-Süd ab 2022 möglich

Alexander Öppinger, bei den ÖBB zuständig für strategische Planung und das Achsenmanagement Salzburg/Oberösterreich, führte aus, dass beim Seekirchener Bahnhof die Gymnasiumunterführung, ein Bahnsteig in Fahrtrichtung Wien, eine Park-and-ride- und eine Bike-and-ride-Anlage mit Busanlegeleiste sowie Lärmschutz bereits neu errichtet sind. Nächster Schritt sei nun ein Übereinkommen zwischen der Stadtgemeinde Seekirchen, dem Land Salzburg und der ÖBB-Infra AG zur Abstimmung zukünftiger Attraktivierungen. Ebenso ist ab 2022 der Baubeginn zur Realisierung einer Haltestelle Seekirchen-Süd mit Park-and-Ride-Anlage möglich. Auch hier ist ein Übereinkommen zur Abstimmung von Zuständigkeiten in der Planung und Vertrag für die Umsetzung abzuschließen.

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