Fall Gurlitt: Im Koffer war Bild von Monet

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Bei dem Monet-Gemälde, das Monate nach dem Tod des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt in dessen Koffer gefunden wurde, handelt es sich um das Bild “Abendliche Landschaft”. Die Taskforce Schwabinger Kunstfund bestätigte am Montag einen Bericht der “Bild”-Zeitung. Das Gemälde wurde inzwischen auch als “Koffer-Fund” in die Online-Datenbank “Lostart” eingestellt.


Das Bild, das nach “Bild”-Angaben 60 Jahre lang verschollen war, wurde vier Monate nach Gurlitts Tod in einem Koffer gefunden, den der 81-Jährige vor seinem Tod im Krankenhaus bei sich hatte. Erst im September wurde es dem Nachlassverwalter übergeben. Cornelius Gurlitt war am 6. Mai in München gestorben. Als Alleinerben setzte er das Kunstmuseum Bern ein. Am 26. November soll eine Entscheidung darüber fallen, ob das Museum die Erbschaft annimmt oder nicht.

Im Februar 2012 hatte die Staatsanwaltschaft die ersten 1.280 Kunstwerke wegen des Verdachts auf ein Steuer- und Vermögensdelikt in Gurlitts Münchner Wohnung beschlagnahmt und zunächst unter Verschluss gehalten. Anfang 2014 war bekannt geworden, dass sich weitere 238 Werke in Gurlitts Haus in Salzburg befanden – darunter Werke von Picasso und auch Monet. Im Juli wurden bei der Auflösung von Gurlitts Schwabinger Wohnung dann weitere Kunstwerke gefunden, über deren Verbleib bis dahin Unklarheit geherrscht hatte.

Hunderte Werke stehen nach Auffassung der Taskforce “Schwabinger Kunstfund” im Verdacht, Nazi-Raubkunst zu sein. Cornelius Gurlitt war der Sohn von Hildebrand Gurlitt, der als einer von vier Kunsthändlern Adolf Hitlers für das NS-Regime mit Kunst handelte.

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