Familienfehde mit Schüssen um die Ehre einer Frau

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Familienstreit unter Tschetschenen eskalierte
Familienstreit unter Tschetschenen eskalierte
Die Ehre einer Frau war nach Erkenntnissen der Ermittler Auslöser der Fehde zwischen zwei tschetschenischen Familien, die am Mittwoch in Wien-Floridsdorf eskaliert ist. Beim Zusammentreffen der Parteien wurden drei Männer durch Schüsse verletzt und ein weiterer zumindest durch Stiche. Vier unverletzte Beteiligte sind in Haft, nach zwei weiteren wird laut Polizei gefahndet.


Die vier Verletzten befinden sich in verschiedenen Spitälern und werden von Kräften der Sondereinheit Wega bewacht. Zwei von ihnen wurden schwerst verletzt: Einer durch mehrere Projektile, die seinen Oberkörper trafen, der andere erlitt Stichwunden und Knochenbrüche ebenfalls am Oberkörper sowie im Gesicht. Ob dieser Mann ebenfalls von Schüssen getroffen wurde, war nach Angaben von Polizeisprecher Thomas Keiblinger zunächst nicht klar. Die beiden anderen Männer in Spitalsbehandlung wurden an Fuß bzw. Unterschenkel getroffen.

Grund der Fehde war angeblich ein Foto der Frau, das von der “anderen” Familie herumgezeigt wurde. Die Angehörigen der Betroffenen betrachteten das offenbar als Verletzung ihrer Ehre, was am Mittwochnachmittag zum Zusammentreffen der beiden Parteien – neun Männer im Alter von 20 bis 49 Jahren – in der Thayagasse am Rande einer Kleingartensiedlung führte. Die geplante Aussprache ist nach Angaben der Polizei schon nach wenigen Augenblicken eskaliert. Nach Drohungen und Tätlichkeiten feuerte einer der Beteiligten mehrere Schüsse aus einer Faustfeuerwaffe ab und traf zumindest zwei Kontrahenten. Daraufhin kam es zu einem Handgemenge, bei dem ein Angehöriger der gegnerischen Familie die Waffe eroberte und seinerseits mehrere Schüsse auf den Oberkörper eines Kontrahenten abgab. Der Schütze “büßte” das mit Stichverletzungen und Knochenbrüchen.

Drei der Beteiligten – zwei von ihnen verletzt – machten sich in einem Pkw davon und kamen bis in die Eipeldauerstraße. Sie übergaben laut Keiblinger die Tatwaffe einem dort wartenden Mann, der sich damit gleich aus dem Staub machte. Die anderen drei wurden von der Polizei geschnappt, fünf weitere am ursprünglichen Tatort. Nach einem Mann, der dort entwischte, wurde zunächst ebenfalls noch gesucht. Die Polizei schloss nicht aus, dass auch dieser Unbekannte verletzt worden ist.

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