Fast 800 Verkehrstote seit 2000 in Salzburg

Bei Verkehrsunfällen sind seit 2000 knapp 800 Menschen ums Leben gekommen.
Bei Verkehrsunfällen sind seit 2000 knapp 800 Menschen ums Leben gekommen. - © Aktivnews
Seit dem Jahr 2000 kamen 778 Menschen durch Verkehrsunfälle in Salzburg ums Leben, wie eine aktuelle VCÖ-Analyse zeigt. Heuer verunglückten seit Jahresbeginn 22 Menschen im Straßenverkehr, um sieben weniger als zur gleichen Zeit des Vorjahres.

“Verkehrsunfälle reißen Menschen aus ihrem Leben. Väter, Mütter, Kinder, Großeltern, Freunde, Arbeitskollegen. Für Angehörige ist der Unfalltod besonders schlimm. Ein Mensch, mit dem man gestern noch gelacht hat, ist plötzlich nicht mehr da”, macht VCÖ-Expertin Bettina Urbanek auf den Schmerz der Angehörigen von Unfallopfern aufmerksam.

Hälfte der Todesopfer Pkw-Insassen

Die Analyse zeigt, dass die Hälfte der Todesopfer Pkw-Insassen waren, jedes sechste Todesopfer war Zweiradfahrer. Auch viele Fußgänger wurden Opfer des Kfz-Verkehrs: Rund 15 Prozent verunglückten als Fußgänger tödlich, ein Zehntel mit dem Fahrrad.

Zahl ist rückläufig

In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Verkehrstoten in Salzburg deutlich zurückgegangen. Im Jahr 2004 starben noch 81 Menschen bei Verkehrsunfällen, im Vorjahr waren es mit 36 um mehr als die Hälfte weniger. Heuer waren seit Jahresbeginn 22 Verkehrstote zu beklagen, um sieben weniger als zur gleichen Zeit des Vorjahres. “Hält dieser Trend an, dann wird Salzburg heuer die beste Unfallbilanz seit Beginn der Unfallstatistik erreichen”, so Urbanek.

10.632 Verkehrstote in Österreich

Salzburg zählt zu den vier Bundesländern in Österreich, wo die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle heuer zurückgegangen ist. Österreichweit ist die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle von 393 auf 371 gesunken. “So erfreulich der Rückgang ist, so traurig ist die Tatsache, dass 371 Menschen ihr Leben verloren haben. Das Ziel kann nur lauten, kein Mensch kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben. Um dem so nahe wie möglich zu kommen, muss auch die künftige Bundesregierung zusätzliche Verkehrssicherheitsmaßnahmen umsetzen”, betont Urbanek. Seit dem Jahr 2000 wurden in Österreich 10.632 Menschen bei Verkehrsunfällen getötet.

Handy am Lenkrad als Unfallrisiko

Ein zunehmendes Problem für die Verkehrssicherheit ist die Benützung des Mobiltelefons während des Autolenkens. Während früher mit den Handys telefoniert wurde, wird nun sogar während des Autolenkens im Internet gesurft oder E-Mails gelesen. “Wer beim Autolenken mit dem Handy telefoniert, reagiert so langsam wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille. Wer im Internet surft hat sogar eine so schlechte Reaktion wie ein Alkolenker mit zwei Promille”, verdeutlicht Urbanek.

VCÖ fordert mehr Tempokontrollen

Heuer passierte in Österreich jeder dritte tödliche Verkehrsunfall deshalb, weil der Unfalllenker zu schnell gefahren ist. “Österreich hat im Vergleich zu den sichersten EU-Staaten deutlich höhere Tempolimits. So gilt in den verkehrssicheren Staaten Europas auf Freilandstraßen Tempo 80 und nicht wie in Österreich Tempo 100”, erläutert Urbanek. Wichtig sind verstärkte Kontrollen zur Einhaltung der Tempolimits. (APA)

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