Murray und Ferrer im Stadthallen-Viertelfinale

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Haase verlor sang- und klanglos
Haase verlor sang- und klanglos
Die Topstars Andy Murray und David Ferrer stehen im Viertelfinale des heurigen Erste Bank Tennis-Open in der Wiener Stadthalle. Der topgesetzte Weltranglisten-Fünfte Ferrer setzte sich am Donnerstagabend im Achtelfinale gegen den Deutschen Tobias Kamke mit 7:5,6:1 durch. Der schottische Olympiasieger Murray schaltete danach den Kanadier Vasek Pospisil in 6:4,6:4 aus.


“Es war ein schwieriges Auftaktmatch. Er ist ein starker Spieler, der sehr gut serviert und er mag die schnelle Bedingungen. Aber ich habe es geschafft, ihn am Ende von beiden Sätzen zu breaken”, war Murray die Erleichterung nach seinem ersten Auftritt überhaupt in der Wiener Stadthalle anzusehen.

Mit Breaks zum 5:4 im ersten und zweiten Satz gelang es Murray, einen durchaus möglichen Satzverlust zu verhindern. “Das Match hätte definitiv viel knapper werden können”, gestand Murray, der ähnlich wie Ferrer zuvor gewisse Anpassungs-Schwierigkeiten hatte. “Es war hart, denn es war mein erstes Indoor-Match seit Rotterdam (Mitte Februar, Anm.). Das braucht ein bisschen Zeit, darum habe ich auch versucht, so viel wie nur möglich auf diesem Platz zu trainieren”, sagte der 27-Jährige, der zuletzt in Shenzen seinen insgesamt 29. Titel geholt hat. Im Viertelfinale trifft Murray nun auf den deutschen Überraschungsmann Jan-Lennard Struff.

Ferrer hat zehn Jahre nach seinem bisher letzten Auftritt in Wien und im dritten Anlauf erstmals einen Sieg in der Stadthalle gefeiert. “Es ist lange her, dass ich das letzte Mal hier war”, erinnerte sich Ferrer, der 2003 und 2004 jeweils in Runde eins ausgeschieden war. Vor elf Jahren gegen einen ganz prominenten Mann. “Ja, das war mein erstes Match gegen Roger Federer. Das erste von vielen Matches gegen ihn, die ich nie gewonnen habe”, sagte er mit einem Lächeln. Seine Bilanz gegen den großen Federer seither: 0 Siege, 16 Niederlagen.

Gegen Kamke hatte der 21-fache Turniersieger nur zu Beginn etwas Probleme. Aber es waren auch die Bedingungen, die Ferrer gewisse Anpassungsprobleme bereiteten, der Weltranglisten-93. hielt zunächst bis zum 5:5 gut mit. In der Folge übernahm aber Ferrer zunehmend das Kommando. Nach dem Break zum 7:5 marschierte der diesjährige Viertelfinalist bei den Australian und den French Open ins Viertelfinale des mit 593.705 Euro dotierten Turniers. Ferrer trifft am Freitag nun auf Jürgen-Melzer-Bezwinger Ivo Karlovic (CRO-6).

“Es wird ein sehr hartes Match. Karlovic ist sehr gefährlich, aber ich habe Selbstvertrauen”, ergänzte Ferrer. Ein bisschen hat sich der Topstar schon Zeit genommen, um mit seiner Freundin Wien zu erforschen. “Ich habe bei den ersten Malen in Wien nichts gesehen. Gestern war ich mit meiner Freundin im Mozarthaus und in der Albertina”, erzählte der 32-Jährige.

Bereits zuvor hatte sich sein Landsmann Feliciano Lopez, die Nummer 3 des Turniers, überraschend gleich zum Auftakt verabschiedet. Nach 2:02 Stunden setzte sich der Brasilianer Thomaz Bellucci mit 6:7(9),6:1,6:4 durch. Bellucci ließ sich bei seinem Wien-Debüt auch von einem knapp verlorenem Auftaktsatz nicht beirren. Wien-Spezialist Lopez, der in der Stadthalle 2004 den Titel geholt hat und bei allen sechs vorangegangenen Auftritten in Wien zumindest im Viertelfinale gestanden war, musste ab dem 1:1 im zweiten Satz nicht weniger als acht Games en suite bis zum 0:3 im dritten Satz abgeben.

Dabei war Lopez in seinem Karriere-Hoch nach Wien gekommen. Nach dem Halbfinale beim Masters-1000-Turnier in Shanghai in der Vorwoche samt Siegen über Rafael Nadal und John Isner ist der 33-Jährige als Nummer 14 so gut wie nie zuvor platziert. Der 26-jährige Bellucci ist hingegen aktuell nur 68. im ATP-Ranking. Er trifft nun auf den serbischen Qualifikanten Viktor Troicki, der den als Nummer fünf gesetzten Tschechen Lukas Rosol 6:3,6:2 besiegte.

Auch für den Bezwinger von Dominic Thiem und Vorjahres-Finalisten Robin Haase ist bereits im Achtelfinale das Aus gekommen. Der Niederländer unterlag dem 33-jährigen Deutschen Benjamin Becker überraschend glatt nach knapp 59 Minuten mit 3:6,3:6. Im Viertelfinale kommt es nun zum rein-deutschen Duell Beckers mit dem als Nummer 4 gesetzten Philipp Kohlschreiber.

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