Skispringen: Kraft hadert noch mit Olympia-Bakken, Hayböck stark

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Kraft am Olympia-Bakken.
Kraft am Olympia-Bakken. - © APA/AFP/Stache
Michael Hayböck und Manuel Fettner haben sich am ersten Trainingstag auf der Olympia-Normalschanze stark präsentiert. Medaillenhoffnung Stefan Kraft fand sich am Mittwoch auf dem kleinen Bakken in Alpensia noch nicht so gut zurecht. Für den Bewerb am Samstag nominiert wurde er von Trainer Heinz Kuttin dennoch. Neben ihm wird das ÖSV-Team aus Hayböck, Fettner und Gregor Schlierenzauer bestehen.

Einen tollen Eindruck hinterließ am Tag vor der Qualifikation für den Samstag-Bewerb Titelverteidiger Kamil Stoch. Der Pole verzichtete nach den Rängen zwei, eins und drei wie sein ebenfalls immer im Spitzenfeld gelandeter Teamkollege Dawid Kubacki auf den zweiten Übungsblock am Abend. In diesem zeigte indes der mäßig gestartete Hayböck sehr stark auf. Der Oberösterreicher gewann einen Durchgang und landete danach an der zweiten Stelle. Den letzten Sprung ließ dann auch er aus.

Starke Sprünge von Hayböck

Die beiden starken Sprünge gelangen Hayböck laut eigenen Angaben dank einer Veränderung im Ablauf. Er habe nach dem mäßigen Auftakt auf ein Videostudium verzichtet, aber von den Trainern stattdessen einen einzigen Verbesserungsvorschlag eingefordert. “Diese eine Sache habe ich umgesetzt und es hat ideal funktioniert”, freute sich Hayböck. “Ich habe die zwei besten Sprünge in dieser Saison gemacht, könnte man fast sagen.”

Fettner war in der ersten Session mit den Rängen sechs, zwei und acht konstant ins Spitzenfeld gekommen. Die anderen vier ÖSV-Athleten waren da noch nicht unter den Besten zu finden gewesen. “Die Vormittagseinheit war richtig gut, jetzt ist mir ein bisschen das Gas ausgegangen. Aber es passt ganz gut”, sagte Fettner. Mit einem vierten Rang zeigte der Routinier auch später noch einen weiteren sehr guten Versuch. “Der Grundsprung ist wieder besser, da ist man gleich wieder konkurrenzfähig und das Ganze macht auch wesentlich mehr Spaß.”

Kraft kommt nicht auf Touren

Kraft kam hingegen noch nicht auf Touren. In insgesamt fünf Versuchen landete der Doppelweltmeister kein einziges Mal in den Top Ten. “Das hat noch nicht ganz zusammengepasst. Ich habe mir noch ein wenig schwergetan, vielleicht steckt der lange Flug noch ein bisschen in den Haxen”, sagte der Salzburger, der sich aber keine Sorgen macht. “Einen Tag haben wir ja noch, dass ich mich richtig darauf einstelle.”

Schlierenzauer kratzt am Spitzenfeld

Gregor Schlierenzauer schaffte es als Siebenter und Zehnter zweimal ins Vorderfeld. “Ich bin Sprung für Sprung besser hineingekommen. Es fehlt wirklich nicht mehr viel, den allerletzten Kick mitzunehmen, das gilt es in den nächsten Tagen zu finden und zu machen”, betonte der Weltcuprekordsieger. Der Ex-Weltmeister gab an, keinen Jetlag zu verspüren und topfit zu sein. “Ich bin voll motiviert, voller Vorfreude und mir geht es körperlich sehr gut.”

Clemens Aigner, der als fünfter Mann in der Qualifikation am Donnerstag zuschauen muss, gelang bei seinem besten Versuch ein 15. Rang. Die Entscheidung über die Aufstellung dürfte aber erst nach dem Training unmittelbar vor der Qualifikation fallen.

Die Tageshöchstweite erzielte der Deutsche Andreas Wellinger mit 110,5 Metern im dritten von sechs Durchgängen. Top-Favorit Stoch kam bei seinem weitesten Satz auf 108,5, Hayböck auf 108.

(APA)

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