Feuerwehren üben Ernstfall im Katschbergtunnel

Insgesamt bargen die Florianis 15 Verletzte bei der Übung aus dem Tunnel.
Insgesamt bargen die Florianis 15 Verletzte bei der Übung aus dem Tunnel. - © FF St. Michael
Verkehrsunfall mit Fahrzeugbrand im Tunnel: Diesen Ernstfall übten am Samstag die Feuerwehr St. Michael im Katschbergtunnel. Von Kärtnerseite bekamen die Salzburger Unterstützung durch die FF Rennweg und die FF St. Peter/Oberdorf. Ausgerüstet mit Atemschutzgeräten machten sich die Florianis an die Löscharbeiten.

Die Überwachungszentrale der Asfinag St. Michael meldete am Samstag an die LAWZ Salzburg und LAWZ Kärnten einen Verkehrsunfall mit Brand im Katschbergtunnel – Fahrtrichtung Villach. Die Feuerwehr St. Michael rückte umgehend nach der Alarmierung aus. Bereits während der Anfahrt wurde vom Einsatzleiter Markus Pfeifenberger die Alarmstufe zwei ausgelöst. Nachdem sich die Mannschaft vor dem Tunnelportal mit Atemschutzgeräten ausgerüstet hatte, fuhren sie in den Tunnel ein und begannen mit der Erkundung und den ersten Lösch- und Rettungsmaßnahmen.

Feuerwehren aus Kärnten bei Übung dabei

Parallel dazu fuhren im Süden die Kärntner Kameraden (FF Rennweg und FF St. Peter /Oberdorf) in den Tunnel ein. Hier sprachen sich die jeweiligen Einsatzleiter St. Michael und Rennweg entsprechend über die zu treffenden Einsatzmaßnahmen ab. Da es im Tunnel zu einem Rückstau gekommen war, war ein direktes Anfahren zur Unfallstelle nicht möglich. So musste der Löschangriff direkt von einem im Tunnel befindlichen Hydranten vorgenommen werden. Erschwerend kam hinzu, dass die Lüftung im Tunnel ausgefallen sowie der betroffene Bereich stromlos war: Die Tunnelbeleuchtung war ausgefallen. Insgesamt war eine Strecke von 600 – 700 Meter verraucht.

Einsatzkräfte aus dem Lungau bauen Einsatzleitung auf

Im Minutentakt trafen die nachalarmierten Kräfte am Tunnelportal beim Bereitstellungsraum ein. Durch St. Michael wurde der Melder Nordportal besetzt und vom Atemschutz Lungau der Atemschutzsammelplatz aufgebaut. Kurz danach wurde im Tunnel ein Atemschutzablaufposten installiert. Durch das eintreffende Kommando Lungau wurde die Einsatzleitung Nordportal aufgebaut.

Erste Verletzte nach 20 Minuten geborgen

Bereits 17 Minuten nach Alarmierung wurde das erste Rohr zur Brandbekämpfung eingesetzt und drei Minuten später konnten die ersten verletzten Personen gefunden und in die rauchfreien Einsatzquerschläge gebracht werden. Dort wurden diese vom Roten Kreuz übernommen und über die nicht betroffene Röhre Salzburg ins Freie gebracht. Nach weiteren 30 Minuten folgte von Einsatzleiter Pfeifenberger die Lagemeldung: “Brand aus, 15 Personen gerettet, Nachlöscharbeiten werden durchgeführt.”

Unfall mit acht Fahrzeugen geübt

In den angenommenen Unfall waren zwei LKW, drei PKW und drei Klein-LKW beteiligt. Die im Tunnel befindlichen Atemschutztrupps wurden in weiterer Folge von den Reservetrupps abgelöst, welche mit Hilfe eines Pendelverkehrs mit Mannschaftstransportfahrzeugen zur Einsatzstelle gebracht wurden. Nachdem der Tunnel rauchfrei war, wurden noch sämtliche Notrufnischen in der betroffenen Röhre abgesucht und kontrolliert.

15 Verletzte von Florianis gerettet

Insgesamt wurden 15 verletzte Personen dem Roten Kreuz Tamsweg (Lungau) und Spittal (Kärnten) übergeben ( zwei Schwerverletzte und 13 Leichtverletzte). Um 20:00 Uhr verließen die letzten Einsatzkräfte den Tunnel und nach einer Kontrollfahrt der Polizei konnten beide Röhren wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Folgende Feuerwehrfahrzeuge und Mannschaften aus dem Lungau standen im Einsatz:

– VRFA (Voraus St. Michael)
– RLFA 2000/100 (Rüstlösch St. Michael)
– TLFA 4000/200 (Tank St. Michael)
– MTF (Bus St. Michael)
– KLF (Pumpe St. Martin)
– MTFA (Bus St. Martin)
– KLFA (Pumpe Oberweißburg)
– MTFA (Bus Oberweißburg)
– ASF (Atemschutz Lungau)
– GLÜ (Großlüfter St.Michael)
– ELFA (Kommando Lungau)

Mannschaftsstärke: 53 Mann (inklusive BFK Lungau und AFK2 Lungau)
Feuerwehren Kärnten: Fünf Fahrzeuge und 52 Mann.

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