Feuerwehrmann stahl 6.150 Liter Treibstoff: Prozess vertagt

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Der Feuerwehrmann muss sich in Salzburg vor Gericht verantworten.
Der Feuerwehrmann muss sich in Salzburg vor Gericht verantworten. - © Neumayr/B.P.
Der Prozess gegen den Salzburger Flughafenfeuerwehrmann ist am Dienstagnachmittag vertagt worden. Der Verteidiger des Angeklagten beantragte die Einholung eines Kfz-Gutachtens, das Aufschluss über den Treibstoffverbrauch geben soll.

Ob der Richter dem Antrag stattgeben wird, müsse sich dieser noch überlegen, sagte Gerichtssprecherin Christina Rott zur APA. Der nächste Verhandlungstermin stand noch nicht fest.

6.150 Liter abgezweigt

Der Feuerwehrmann des Salzburger Flughafens soll 6.150 Liter Treibstoff von der Flughafen-Betriebstankstelle für private Zwecke abgezweigt haben. Den Vorwurf des Diebstahls hat der 49-jährige Salzburger am Dienstag bei einem Prozess am Landesgericht Salzburg zurückgewiesen. Der Schaden im mutmaßlichen Tatzeitraum von März 2011 bis Juli 2013 soll 6.600 Euro betragen haben.

Tagesverbrauch an Treibstoff um 50 Prozent höher

Staatsanwalt Christian Weismann kam es eigenartig vor, dass der durchschnittliche Tagesverbrauch an Treibstoff eines Einsatzfahrzeuges auf dem Flughafen-Betriebsgelände im Tatzeitraum um fast 50 Prozent höher lag als in dem Zeitraum, in dem der Beschuldigte schon suspendiert war.

Milder Winter Schuld an Differenz

Ermittlungen der Polizei zufolge sei der Tagesverbrauch von 24,15 Liter im März 2011 bis Juli 2013 auf 16,47 Liter im Vergleichszeitraum Mitte Juli 2013 bis 30. April 2014 gesunken, hielt der Staatsanwalt dem 49-Jährigen vor. Diese Differenz könne er sich auch nicht ganz erklären, meinte der Angeklagte. “Vielleicht ist diesen Winter weniger gefahren worden. Der Winter 2013/14 war ein milder Winter mit wenig Schnee. Es kommt auch darauf an, welcher Kommandant wie fährt.”

Urteil noch ausstehend

Der Staatsanwalt ortete ein weiteres Problem. Laut den “Bewegungsprotokollen” sei der Angeklagte in die Garage eingefahren, dann wieder heraus, habe Betankungen durchgeführt und sei dann mit Kanistern wieder in die Garage gefahren. Er habe nur dienstliche Fahrzeuge mit dem Treibstoff bedankt, sagte der Angeklagte zu Richter Philipp Grosser. Ein Urteil steht noch aus. Es werden noch einige Zeugen gehört. (APA)

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