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Feuerwerke forderten zahlreiche Verletzte

Durch Feuerwerkskörper werden jedes Jahr zu Silvester zahlreiche Menschen an Händen und Gesicht verletzt. Durch Feuerwerkskörper werden jedes Jahr zu Silvester zahlreiche Menschen an Händen und Gesicht verletzt. - © Michael Gottschalk/dapd
Fehlgezündete Feuerwerke haben in der Silvesternacht in Salzburg und Oberösterreich zahlreiche Verletzte gefordert.

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Mindestens fünf Menschen sind teils durch ausländische Pyrotechnik erheblich verletzt worden. Auch zwei Polizisten wurden in der Silvesternacht bei ihren Einsätzen von Betrunkenen angegriffen und verletzt. Das berichtete die Sicherheitsdirektion in einer Presseaussendung am Neujahrstag.

26-jähriger Pinzgauer durch Feuerwerkskörper verletzt

Ein 26 jähriger Pinzgauer aus Piesendorf verletzte sich kurz nach Mitternacht im Gesichtsbereich, als er eine Feuerwerksrakete vor einem Lokal in Zell am See zündete. Zu dem Unfall kam es, da die Flasche in welcher der Feuerwerkskörper abgeschossen wurde, kippte. Der Mann erlitt dadurch Verletzungen unbestimmten Grades im Gesichtsbereich und wurde nach Erstversorgung durch den Notarzt in das Krankenhaus Zell am See gebracht.

Viele Verletzte auch in Oberösterreich

Kurz nach 19.00 Uhr hantierte in Hörsching (Bezirk Linz-Land) ein 29-Jähriger betrunken mit Knallern. Ein Kracher ausländischer Herkunft explodierte plötzlich in dessen Hand, sein zwölfjähriger Neffe stand dabei direkt neben ihm. Dem Mann wurden mehrere Finger abgerissen, der Bub erlitt Verbrennungen am Hals. Um Mitternacht passierten in Unterach am Attersee (Bezirk Vöcklabruck) gleich zwei schwere Zwischenfälle: Ein 34-jähriger Techniker wollte auf einem Parkplatz eine Rakete abfeuern. Er zündete die Lunte an, allerdings gab es aus vorerst unbekannten Gründen keine ausreichende Verzögerung der Brenndauer. Die Rakete schoss mit voller Wucht in das Gesicht des Technikers und verletzte ihn schwer am Kopf. Der Notarzt brachte den Mann in das Krankenhaus Vöcklabruck.

Schwere Gesichtsverletzungen durch Feuerwerkskörper

Zur gleichen Zeit wollte ein 40-Jähriger auf einem Feld vor seinem Haus eine ganze Feuerwerksbatterie abfeuern. Auch bei der Batterie entzündeten sich die gesamten 25 Schuss ohne Zeitverzögerung und erwischten den Mann im Gesicht. Er bekam einen Teil der Treibladung ab und musste in das Unfallkrankenhaus Salzburg eingeliefert werden. Einen weiteren Schwerverletzten durch Fehlzündung eine Pyrotechnik-Batterie gab es um Mitternacht in Ölkam (Bezirk Linz-Land). Ein 40-Jähriger hatte betrunken mehrere Feuerwerke entzündet. Eine der Batterien detonierte sofort und verletzte den Mann oberhalb des rechten Auges schwer. Der Mann wurde in das AKH Linz eingeliefert. Die Feuerwerke stammten wegen fehlender deutscher Beschreibung vermutlich aus dem Ausland.

Polizei Oberösterreich hatte einiges zu tun

Auch Polizisten kamen bei Ihren Einsätzen in der Neujahrsnacht nicht ungeschoren davon. Im Bezirk Steyr-Land randalierte ein stark alkoholisierter 30-Jähriger in der elterlichen Wohnung. Zwei Polizisten versuchten den Mann wegen dessen Verhaltens festzunehmen. Er versetzte einem der Beamten einen Fußtritt und verletzte ihn dabei an der Hand, der zweite Ordnungshüter kassierte einen Kopfstoß. Alarmierte Verstärkung konnte den Tobenden letztlich bändigen. Ein Polizist konnte seinen Dienst nicht mehr fortsetzen.

In Leonding (Bezirk Linz-Land) fiel ein 24-Jähriger in der Neujahrsnacht betrunken über eine Stiege. Sanitäter, die dem Mann helfen sollten, griff er an. Auch anwesende Polizisten stieß er mit den Füßen rabiat weg. Einem Beamten trat er in den Rücken, einem anderen gegen das Schienbein. Der Betrunkene wurde mit Fuß- und Handfesseln fixiert und in das AKH Linz eingeliefert. Die Polizisten wurden bei dem Angriff nicht verletzt. Den jungen Mann erwartet eine Reihe von Anzeigen.

Polizei Salzburg: “relativ ruhige Nacht”

114 Mal wurde die Polizei der Stadt Salzburg in der vergangenen Nacht via Notruf verständigt und rückte zu Einsätzen aus. Die Hauptgründe waren elf Meldungen wegen Körperverletzung, zwei Sachbeschädigungen, sieben Verkehrsunfälle, fünf Einbruchs-Alarme, elf Beschwerden wegen Lärmbelästigung sowie 13 Anzeigen wegen Vergehen gegen das Pyrotechnik-Gesetz. Außerdem hat die Polizei fünf verwirrte oder alkoholisierte Personen in Krankenhäuser eingeliefert und zwei Personen festgenommen.

Die Polizei sprach dennoch von einer relativ ruhigen Nacht: “Die Menschen waren trotz des strömenden Regens fröhlich und haben auf den Straßen getanzt, gegessen und getrunken. Die Stimmung der Partygäste war angenehm und fast durchwegs friedlich”, sagte Hannes Seifried, Pressesprecher der Salzburger Sicherheitsdirektion, im APA-Gespräch.

Schlechtwetter: Nur einige Tausend Salzburger im Zentrum

Wegen der extrem unfreundlichen Witterung haben heuer nur einige Tausend Salzburger sowie Gäste aus Italien und Amerika im Zentrum der Stadt rund um die Staatsbrücke gefeiert. “Wir haben mit diesem Aufkommen an Menschen gerechnet und auch die Zahl der Einsätze und Interventionen entsprach unseren Erwartungen”, sagte Seifried. Die in normalen Nächten etwa 30 Beamte starke Polizei der Stadt wurde in der Silvesternacht durch zusätzlich 25 Polizisten und Polizistinnen verstärkt. (SALZBURG24/APA)



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