FH-Studenten tüfteln an Spar-Supermarkt der Zukunft

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In den Supermärkten kann viel Energie gespart werden.
In den Supermärkten kann viel Energie gespart werden. - © APA/Neubauer/Archiv
Studierende des Salzburger FH-Studiengangs „Smart Building“ entwickelten gemeinsam mit Spar Österreich zukunftsweisende Konzepte eines energieautarken Supermarkts der Zukunft.

„Ist Energie-Autarkie in einem Lebensmittelmarkt überhaupt möglich oder bloße Vision?“ Mit dieser Frage starteten die Studierenden des FH Salzburg Studiengangs „Smart Building“ am Campus Kuchl in das dritte Semester. Fünf Monate später präsentierten sie ihre Ideen. Spar stellte dazu vom vorhandene Eurospar-Markt in Straßwalchen Pläne, Energiedaten und das Know-how der Fachplaner zur Verfügung.

Batteriespeicher, Schwungräder und Stromsparer

Zunächst lernten die Studierenden bei einer Exkursion das Gebäude, die Energieströme und die Gebäudetechnik des Marktes kennen. Diese Erfahrungen wurden anschließend direkt in die Umsetzung des neuen Konzeptes eingearbeitet.

Neuartige Energiewandler wie z.B. die Grätzel-Zelle, aber auch bekannte Technologien wie Photovoltaik und Wasserkraft wurden eingesetzt. Um Autarkie zu erreichen ist die Speicherung der Energie unumgänglich. Hier wurden die verschiedensten Systeme angewendet: Batteriespeicher, Wasserstoffspeicher und auch Schwungräder fanden Verwendung in den innovativen Konzepten. Schließlich forschten die Studierenden noch nach weiteren Einsparungsmöglichkeiten bei Geräten, um Energie gar nicht erst zu benötigen. „Reale Projekte sind in der Ausbildung der Studierenden essenziell“, sagt Thomas Reiter, Leiter des Studiengangs. „Die weitere Kooperation mit Spar bringt den Studierenden wertvolle Erfahrungen.“

So funktioniert der Spar der Zukunft

Die „Rawlemon-Solarkugeln“ für die Energiewandlung der Sonne werden in die vorgesetzte Fassade integriert und ernten somit den benötigten Strom. Überschüssige Energie wird in einem Batteriespeicher zwischengespeichert. Die weitere Energie aus der Fassade wird direkt vor Ort verbraucht und betreibt beispielsweise die Beleuchtung, den Backofen, die Kälteanlage sowie die Heizung. Die Wärme wird mit einer Sole-Wasser-Wärmepumpe erzeugt.

Die Fassade des Gebäudes wird aus wiederverwendbaren Fertigteilen hergestellt. Somit kann die Fassade abgebaut und an einem anderen Ort wiederverwendet werden. Durch die organische Form der Fassade versuchten die beiden Gewinner des Studierendenwettbewerbs, Nadine Huber und Alexander Seiwald, das Gebäude an die natürliche Umgebung anzupassen. „Dieses Bild unterstreichen wir mit unserer begrünten Außenanlage,“ sagt Nadine Huber.

Größte Verbraucher: Kühlung und Licht

Der größte Energie-Verbrauch liegt bei den Kühlgeräten. Dieser Verbrauch wird durch die Glastüren vor den Kühlgeräten um ca. ein Drittel reduziert. „Durch diese Maßnahme schaffen wir es, dass im Sommer kein Heizen notwendig ist und dass der Energieverbrauch im Winter durch das Entladen des Speichers gedeckt wird,“ berichtet Alexander Seiwald. Die Beleuchtung ist der zweitgrößte Verbraucher, daher wird Kunstlicht vermehrt durch Tageslicht ersetzt; vorausgesetzt, dass genügend Licht vorhanden ist. Ist dies nicht der Fall, werden einzelne Beleuchtungsmittel gedimmt zugeschalten und regeln automatisch die ideale Beleuchtung.

Spar: Neubauten brauchen 50 Prozent weniger Energie

Jährlich errichtet Spar österreichweit 100 neue Märkte. Jeder davon ist nach dem Spar-Bauhandbuch errichtet, das als erstes von der Österreichsichen Gesellschaft für Nachhaltige Immobilienwirtschaft (ÖGNI) serienzertifiziert wurde. Damit erhält jeder neu errichtete oder modernisierte Spar-Markt das ÖGNI-Zertifikat in Gold und zeichnet sich durch umweltbewusste Architektur, moderne Kühltechnik mit Wärmerückgewinnung und LED-Beleuchtung aus. Im Vergleich zu herkömmlichen Märkten sparen diese Neubauten rund 50 Prozent Energie ein und produzieren mittels Photovoltaik den benötigten Strom teilweise selbst.

„Seit vielen Jahren setzen wir bei Bau und Umbau von Märkten auf ein umfassendes Nachhaltigkeits-Konzept. Dennoch sind wir laufend auf der Suche nach frischen Technik-Ideen, um unsere Märkte weiter zu verbessern. Mit dieser Kooperation ist uns das geglückt. Es waren viele interessante und spannende Projekte dabei, die nachhaltig und in der Praxis realisierbar sind“, betont Gerald Geiger, Leiter für Bau, Energie und Technik bei Spar.

Bei der Präsentation der Ergebnisse saßen neben Gerald Geiger von Spar auch noch zwei Vertreter von Installationsbetrieben. Markus Hinterleitner von der Firma Klampfer Elektroanlagen betreute schon viele reale SPAR-Projekte im Bereich Elektrotechnik und war sehr angetan von den verschiedenen Herangehensweisen der Studierenden. Auch der sehr erfahrene Christoph Hochmeir von der Firma MOLIN nahm neue Erkenntnisse mit auf den Weg und war begeistert von den Ideen der Studierenden.

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