Finanzskandal: Portfolio-Abbau in der Zielgeraden

Der Portfolio-Abbau sei in der Zielgeraden, informierte LHstv. Christian Stöckl (Mitte) am Mittwoch.
Der Portfolio-Abbau sei in der Zielgeraden, informierte LHstv. Christian Stöckl (Mitte) am Mittwoch. - © APA/Neumayr
Das Land Salzburg befindet sich beim Abbau des im Zuge des Finanzskandals bekannt gewordenen Spekulations-Portfolios in der Zielgeraden: 96 Prozent der risikobehafteten Papiere sind inzwischen abgestoßen. Der aktuelle Stand der Veranlagungen beträgt nur mehr 81,6 Mio. Euro.

Zum Vergleich: Mit Jahresende 2012 betrugen die Spekulationsschulden des Landes noch 1,83 Mrd. Euro. Der für den Portfolioabbau maßgebliche Saldo aus Finanzvermögen und außerordentlichen Schulden beträgt gegenwärtig ein Plus von 100,6 Millionen Euro, was einer Verbesserung von 25,9 Mio. Euro gegenüber der damaligen Bewertung entspricht, so Stöckl. Dieser Saldo heißt aber nicht, dass Salzburg den Finanzskandal mit Gewinn überstanden hat: Seit 2001 dürfte das Land mit diesen Geschäften unter dem Strich einen Verlust von rund 350 Mio. Euro eingefahren haben, ergab eine Bilanz im Juli des Vorjahres.

Risiko weiter gesenkt

Das Risiko des verbliebenen Spekulationsportfolios konnte laut Stöckl weiter gesenkt werden. Durch den fast vollständigen Abbau von Fremdwährungspositionen sei das Gesamtrisiko auf rund 450.000 Euro reduziert worden. “Die Währungs- und Zinsrisiken auf indonesische Rupien, brasilianische Real und japanische Yen wurden vollständig abgebaut. Daneben wurde das verbleibende Kreditrisiko der Wertpapiere stark gesenkt”, informierte Finanzreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) am Mittwoch in seinem regelmäßigen Bericht an den Landtag.

Während der Abbau des Portfolios in die Endphase geht, prüft das Land jetzt, welche der noch vorhandenen Positionen ohne Verschlechterung der rechtlichen Situation des Landes gegenüber den Banken noch abgebaut werden können. “Sobald diese Prüfung abgeschlossen ist, können die verbleibenden Wertpapiere und Derivate abgestoßen werden”, sagte Stöckl. Das Hauptaugenmerk liege nun darauf, wie das künftige Finanzschulden-Portfolio gestaltet wird. Es gehe um einen optimalen Mix aus variablen und fixen Zinssätzen.

Finanzskandal: Untersuchungen laufen

Bei der Klärung des Finanzskandals will Stöckl die Geldflüsse auf jenen Konten untersuchen, die in der Landesbuchhaltung in der Vergangenheit nicht erfasst waren. “Nach den bislang vorliegenden ersten Informationen ist nicht auszuschließen, dass Gelder auf Konten geflossen sind, die außerhalb des Einflussbereiches des Landes Salzburg stehen”, sagte er. (APA)

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