Firmenbosse in Affäre um Südkoreas Präsidentin einvernommen

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Die Menschen sind wütend
Die Menschen sind wütend - © APA (AFP/Archiv)
In der Korruptionsaffäre um die südkoreanische Präsidentin Park Geun-hye hat die Staatsanwaltschaft den Vize-Chef des Elektronikkonzerns Samsung sowie den Chef des Autobauers Hyundai vernommen. Samsung-Vizechef Lee Jae-yong, Hyundai-Chef Chung Mong-koo sowie die Bosse weiterer Konzerne würden in der Affäre um Millionenspenden an Stiftungen einer langjährigen Park-Vertrauten befragt.

Park steht seit Wochen wegen einer Korruptionsaffäre um eine langjährige Vertraute unter Druck. Die frühere Präsidentenberaterin Choi Soon-sil soll ihre Beziehungen zur Präsidentin dazu genutzt haben, um von südkoreanischen Unternehmen wie Samsung Spenden für ihre angeblich wohltätigen Stiftungen einzutreiben, aus denen sie sich dann persönlich bereichert haben soll. Darüber hinaus wird Choi vorgeworfen, Einfluss auf die Regierungsarbeit von Park genommen zu haben. Die 60-Jährige sitzt mittlerweile wegen Verdachts auf Betrug und Machtmissbrauch in Haft.

Die Präsidentin selbst soll in den kommenden Tagen zu der Affäre befragt werden, wie die Staatsanwaltschaft am Sonntag mitteilte. Der Skandal hat in Südkorea eine Welle des Protests gegen Park ausgelöst. Am Samstag waren nach Angaben der Organisatoren rund eine Million Menschen in Seoul auf die Straße gegangen, um den Rücktritt der Präsidentin zu fordern. Die Polizei sprach von 260.000 Teilnehmern.

(APA/ag.)

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