FIS wegen Nordamerika-Tournee “vorsichtig optimistisch”

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Damen-Renndirektor Skaardal ist zuversichtlich
Damen-Renndirektor Skaardal ist zuversichtlich - © AFP
Hinsichtlich der wegen Schneemangels und hoher Temperaturen gefährdeten Nordamerika-Weltcup-Tournee der Alpinskifahrer besteht aktuell vorsichtiger Optimismus. “Wir müssen geduldig bleiben, warten und auf das Beste hoffen. Aber es gibt Gründe, optimistisch zu sein”, betonte Damen-Renndirektor Atle Skaardal am Freitag in Levi, wo am Wochenende zwei Slaloms in Szene gehen.

Gegensätzliche Szenen als in Nordeuropa, wo tiefste winterliche Bedingungen herrschen, spielen sich in Nordamerika ab. Dort haben hohe Temperaturen zuletzt den Veranstaltern der beiden geplanten Speed-Wochen in Lake Louise in Kanada sowie in den US-Resorts Beaver Creek (Herren) und Killington (Damen) ganz übel mitgespielt. Nun klammert man sich an offenbar leicht sinkende Temperaturen. Die erste Entscheidung wegen Lake Louise wird es daher erst am kommenden Dienstag statt schon diesen Samstag geben.

Kann übernächste Woche in Lake Louise nicht gefahren werden, wird es am Wochenende 26./27. November keine Herren-Speedrennen geben. Fällt eine Woche später auch Beaver Creek, wird das dortige Programm vom 2. bis 4. Dezember in Europa ausgetragen.

In Beaver Creek sind wie zuletzt Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf geplant. Die definitive Entscheidung wegen der Herren-Rennen in Colorado fällt in einer Woche am 19. November. Jene für die geplanten Herren-Speedbewerbe in Lake Louise soll kommende Woche am Dienstag oder spätestens Mittwoch erfolgen.

Zuversicht war zwei Wochen vor den geplanten Bewerben auch aus Killington zu vernehmen. Das Resort an der US-Ostküste übernimmt diesmal am 26. und 27. November den Termin der Damen-Technikrennen von Aspen und das, obwohl der Gipfel des Rennberges in Vermont nur 1.300 Meter hoch ist und es am Freitag auch regnete.

“Aber hier wird jede mögliche Minute Schnee produziert”, berichtete Herwig Demschar am Freitagabend telefonisch der APA und betonte: “Zu 80 Prozent ist die Piste im oberen Bereich bereit. Wir sind zwar noch nicht über den Berg, aber ich bin vorsichtig zuversichtlich”, sagte der ehemalige ÖSV-Damenchef, der in den USA bei einer Gesellschaft arbeitet, zu der das Resort gehört.

Für Vermont habe man an sich einen normalen Winterbeginn, betonte Demschar. “Und normalerweise geht der Trend rund um Thanksgiving eher in Richtung kalt.” Eine Trainingspiste werde man aber eher nicht mehr schaffen. Deshalb würden die Damenteams auch sehr kurzfristig anreisen müssen.

Die Schneekontrolle in Killington ist für 18. November vorgesehen und auch die Ski-Industrie hofft intensiv, dass die Rennen an der Ostküste stattfinden. “Wir verkaufen dort drei Viertel unserer Rennski in den USA”, erklärte etwa Atomic-Rennchef Christian Höflehner. Im Gegensatz zu Colorado fänden die Bewerbe in Killington in einem Millionen-Einzugsgebiet statt. New York City etwa ist nur wenige Autostunden entfernt.

Die Veranstalter in Nordamerika würden zur Zeit unter schwierigsten Bedingungen versuchen, Rennen zu sichern, bat Skaardal bei der Mannschaftsführersitzung in Levi die Teams um Geduld. Dass viele Speedfahrer schon dort sind und weitere Läufer und Material eventuell schon vor einer Entscheidung auf dem Weg in die USA sein würden, könne nicht verhindert werden. “Die Organisatoren dort haben die gleichen terminlichen Rechte wie die Veranstalter in Europa”, betonte der Norweger.

(APA)

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