Fischotter-Bestand in Salzburg stark angewachsen

Der Fischotter-Bestand in Salzburg wächst.
Der Fischotter-Bestand in Salzburg wächst. - © LMZ
Am Beginn der 1990er-Jahre war der Fischotter-Bestand österreichweit auf eine kritische Größe gesunken. In Salzburg hat diese Marderart beinahe alle für sie nutzbaren Lebensräume in Salzburg zurückerobert. Das belegt ein vom Land Salzburg beauftragtes Monitoring.

“Mir ist es wichtig, dass wir fundierte Zahlen zur Verbreitung des Fischotters im Bundesland Salzburg haben. Das Monitoring hat ergeben, dass 80 bis 90 Prozent der für den Otter erreichbaren Lebensräume im Bundesland bereits von diesem besiedelt sind. Er ist also flächendeckend im Bundesland Salzburg heimisch. Seit dem Jahr 2009 ist die Population von 27 auf nunmehr 132 Tiere sehr stark angewachsen. Die sehr starke Verbreitung im gesamten Bundesland bringt auch Konflikte mit sich”, so Landesrat Josef Schwaiger.

Die Marderart hat in Salzburg beinahe alle nutzbaren Lebensräume zurückerobert./LMZ Die Marderart hat in Salzburg beinahe alle nutzbaren Lebensräume zurückerobert./LMZ ©

Mehr Fischottern im Flach- und Tennengau

Das Monitoring bestätigt, dass sich der Fischotter in der kontinentalen Zone, das sind in Salzburg Bereiche des Flach- und Tennengaus, “in einem günstigen Erhaltungszustand befindet”. Unterstützt wurde das bisherige Populationswachstum durch den absoluten Schutz des Otters im Jagdgesetz, die Qualität der Salzburger Gewässer, durch Renaturierungen der Flüsse und Bäche, aber auch indirekt durch den verbreiteten manchmal sehr großen Fischbesatz sowie durch neu errichtete überwiegend sehr kleine Fischteiche. Besatzfische sind in der Regel für den Otter eine leichte Beute.

Fischotter ist streng geschützte Tierart

“Aufgrund der Anzahl der Fischotter kommt es in vielen Gewässern zu Schäden an den Fischpopulationen. Auch besonders geschützte Fischarten werden immer wieder zur Beute. Der Fischotter ist eine nach der FFH-Richtlinie der EU streng geschützte Tierart. Wie bei anderen Tierarten ohne natürliche Feinde gilt es auch hier zu prüfen, wie der Erhaltungszustand beibehalten werden kann und gleichzeitig auch andere Tierarten in ihren natürlichen Lebensräumen nicht wesentlich zurückgedrängt werden. Tatsache ist, wir müssen über geeignete Maßnahmen nachdenken, um die ökologische Vielfalt der heimischen Gewässer auch in Zukunft zu wahren“, betonte Landesrat Josef Schwaiger.

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