Die Arbeitslosigkeit in Salzburg ist im Jänner leicht angestiegen. - © Bilderbox
Der Arbeitsmarkt in Salzburg war zum Jahresauftakt saisonal geprägt: Hohe Beschäftigung im Tourismus, aber hohe Arbeitslosigkeit im Baugewerbe, wenngleich die Arbeitslosenzahl am Bau im Vorjahresvergleich sogar geringfügig rückläufig war. Die Arbeitslosenquote ist mit 5,4 Prozent wie schon im Dezember die niedrigste in Österreich.
Insgesamt waren in Salzburg Ende Jänner 13.935 Personen arbeitslos gemeldet. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 4,6 Prozent (Österreich: +2,7%). Siegfried Steinlechner, Landesgeschäftsführer des Arbeitsmarktservice Salzburg, weist in diesem Zusammenhang aber auf den Umstand hin, dass Salzburg mit einem Minus von 13,9 Prozent (auf 2.781) den höchsten Rückgang bei Schulungsteilnahmen aufweist. Dieser Effekt wirke sich im Ausmaß von gut zwei Drittel auf die Höhe der Arbeitslosenzahl aus. Außerdem werde die Lage auch dadurch entschärft, dass mit 6.800 Personen die Hälfte aller Arbeitslosen eine Einstellzusage in der Tasche hat, so Steinlechner.
Die Zahl arbeitsloser Männer ist mit 9.800 saisonal bedingt mehr als doppelt so hoch wie jene der Frauen mit 4.100. Der Zuwachs ist bei Frauen mit plus 5,1 Prozent jedoch geringfügig höher als bei Männern mit plus 4,4 Prozent. Ältere Arbeitskräfte ab 50 Jahre sind mit einem Plus von zehn Prozent deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Personen bis 24 Jahre mit einem Plus von 5,4 Prozent. Die schwächere Konjunktur lässt auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen wieder steigen (+6,1%) – allerdings auf das niedere Niveau von 208 Personen landesweit.
Nach Branchen betrachtet, zeigen sich nun wieder deutliche Zuwächse in der Warenherstellung mit einem Plus von zwölf Prozent. Die Arbeitslosen aus der Sparte der Arbeitskräfteüberlasser aber steigen mit plus 4,3 Prozent nur etwa im Schnitt der Gesamtarbeitslosigkeit. Einen kräftigen Anstieg verzeichnet dagegen mit Plus 35 Prozent das Sozialwesen. Im Gesundheitswesen hingegen war die Arbeitslosigkeit um sieben Prozent rückläufig.
In den nördlichen Arbeitsmarktbezirken Flachgau und Salzburg-Stadt (+6,9%) und dem Tennengau (+4,4%) sind die Arbeitslosenzahlen gestiegen. Die südlichen Bezirke Pongau (-3,3%) und Lungau (-5,9%) konnten ein Minus verzeichnen. Nicht so der Pinzgau, wo die Arbeitslosigkeit um 7,6 Prozent zugenommen hat. Allerdings waren dort die Arbeitslosenzahlen vor einem Jahr deutlich rückläufig, so dass der im Vergleich erkennbare Zuwachs teilweise auf diesen Umstand zurückgeführt werden kann.