Grippewelle rollt auf Salzburg zu: So könnt ihr eine Ansteckung vermeiden

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Bei Grippe in jedem Fall das Bett hüten.
Bei Grippe in jedem Fall das Bett hüten. - © APA/dpa/Andreas Gebert
Die Grippewelle rollt derzeit von Osten auf Salzburg zu und dürfte sich Ende Jänner auch hierzulande zuspitzen. Der Influenza-B-Virus wird in Salzburg von Hausärzten bereits vermehrt beobachtet. Wie ihr eine Ansteckung vermeidet und was ihr tun könnt, wenn euch die Influenza schon voll im Griff hat, erfahrt ihr hier.




Wie der Allgemeinmediziner Guido Lehner berichtet, seien derzeit im gesamten Bundesland Salzburg schon vermehrt Influenza-B-Infektionen zu beobachten. Die Symptome sind Fieberschübe und trockener Husten. „Bei Verdacht sollte man in jedem Fall einen Arzt kontaktieren“, rät der Mediziner im Gespräch mit SALZBURG24. Dies müsse aber nicht gleich bedeuten, dass man mit Schüttelfrost im Wartezimmer des Hausarztes sitzen müsse.

Grippe: GKK rechnet mit Höhepunkt Ende Jänner

Vermehrt Krankenstände wegen Grippe oder eines grippalen Infektes stellt auch die Salzburger Gebietskrankenkasse fest: So wurden in der zweiten Woche insgesamt 27 Krankenstandsmeldungen vermerkt, heißt es mit Verweis darauf, dass in dieser Statistik nur Berufstätige, als maximal ein Drittel der Bevölkerung, erfasst sind. Dennoch könne man durch diese Zahlen eine klare Tendenz feststellen, heißt es von Seiten der GKK gegenüber SALZBURG24. Im Vergleich zur ersten Jänner-Woche ist die Zahl der wegen Grippe Krankgeschriebenen demnach um rund 33 Prozent angestiegen. „Wir rechnen damit, dass die Grippewelle in Salzburg – so wie jedes Jahr – zwischen Ende Jänner und Anfang Februar ihren Höhepunkt erreicht“, so eine Sprecherin am Donnerstag. In Wien und Niederösterreich liegen schon jetzt tausende krank im Bett.

Sowohl die Salzburger GKK als auch der Mediziner beruhigen: Grund zur Panik gebe es aber keinen, da der Virus mit den gängigen Hausmitteln gut zu behandeln sei. Und so macht sich eine Influenza-B-Erkrankung im Wesentlichen bemerkbar:

  • rasch ansteigendes Fieber bei plötzlichem Krankheitsbeginn
  • starke Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen
  • trockener Reizhusten
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall

Die Symptome entsprechen also der typischen Grippesymptomatik und treten oft bereits nach ein bis zwei Tagen Inkubationszeit auf und dauern in der Regel rund drei bis fünf Tage bis sie dann langsam abklingen.

So vermeidet ihr eine Ansteckung

Und damit es erst gar nicht zur Ansteckung kommt, kann man sich selbst und andere durch regelmäßiges Händewaschen schützen. Und für das Händewaschen sollte man sich in jedem Fall ein wenig Zeit nehmen, Seife verwenden und auch die Bereiche zwischen den Fingern säubern. Nach dem Waschen ist es sinnvoll, nicht gleich wieder verschmutzte Gegenstände anzufassen, also Toilettentüren nicht an der Schnalle angreifen, sondern mit dem Ellenbogen oder einem Papierhandtuch. Zwischendurch macht es auch Sinn, die Hände zu desinfizieren, weil es rasch erledigt werden kann und kleine Desinfektionsfläschchen überallhin mitgenommen werden können, teilt die Uniqua am Mittwoch mit.

Ein weiterer Tipp des UNIQA Arztes: Bei Husten oder Niesen in ein Taschentuch oder in die Ellenbeuge husten. Keime werden durch das klassische „Handvorhalten“ beim nächsten Händeschütteln oder indirekt auf Gegenstände übertragen. Das Wichtigste aber: Einige Tage zu Hause bleiben hilft nicht nur die Krankheit schneller und besser auszuheilen, sondern schützt auch die Umgebung vor Infekten und hilft mit, die Grippewelle einzudämmen.

Daneben kann auch Sport einer Ansteckung vorbeugen. Und außerdem: Auch Stress kann ein begünstigender Faktor für die Grippe-Erkrankung sein, wissen Mediziner.

Die besten Hausmittel gegen Grippe

Neben Medikamenten aus der Apotheke oder vom Hausarzt gibt es im Fall einer Erkrankung auch eine Reihe an Hausmittel, die gegen Grippe helfen. Grundsätzlich gilt aber:

  • Reichlich trinken, aufgrund des Fiebers verliert ihr viel Flüssigkeit
  • Das Bett hüten und viel schlafen
  • Vermeidet es, zu rauchen und Alkohol zu trinken
  • Bleibt zu Hause und schont euch, bis die Grippe vorüber ist

1. Hühnerbrühe

Eine Hühnersuppe ist eine gute Mahlzeit während einer Grippe, da sie leicht verdaulich, wohltuend und kräftigend wirkt. In Hühnerbrühe ist der Eiweißstoff Cystein enthalten, welcher eine entzündungshemmende und abschwellende Wirkung auf die Schleimhäute besitzt.

2. Wadenwickel

Um Fieber etwas zu senken, haben sich als Hausmittel Wadenwickel bewährt, da diese überschüssige Wärme aus dem Körper ziehen. Dafür einfach zwei Tücher in lauwarmes Wasser, welches etwa 2 bis 5 Grad Celsius unter der Körpertemperatur liegt, tauchen und anschließend auswringen. Je eines der Tücher um eine Wade vom Knöchel bis zum Knie reichend wickeln und dabei darauf achten, dass sie keine Falten bilden. Jeweils das feuchte Tuch nochmal mit einem trockenen Außentuch umwickeln. Die Unterschenkel nicht mit einer Decke, maximal mit einem weiteren Tuch bedecken. Es empfiehlt sich, die Wadenwickel 10 bis 20 Minuten am Körper zu lassen und diesen Vorgang dreimal hintereinander durchzuführen.

3. Nasenspülungen

Durch eine Nasenspülung werden Krankheitserreger und festsitzender Schleim herausgespült. Nasenspülungen werden am besten mit isotonischen Kochsalzlösungen durchgeführt, welche entweder in der Apotheke verfügbar sind oder auch daheim hergestellt werden können. Dafür 9 g Salz, also etwa ½ gestrichenen Teelöffel, in einen Liter lauwarmes Wasser geben. Diese Lösung mit Hilfe einer Nasendusche anwenden.

Welche weiteren Hausmittel kennt ihr? Postet sie in den Kommentaren!

Erkältung oder Grippe?

Erkältung oder echte Grippe – was ist der Unterschied? Der Grund, warum sich viele Menschen gegen eine Grippeimpfung entscheiden, liegt oft daran, dass diese nur gegen die Grippeerkrankung (Influenza) hilft, aber keine Erkältung verhindert. „Bei einer echten Grippe bekommt man bis zu 40 Grad Fieber und hat starke Kopf- und Gliederschmerzen. Bei einer leichteren Erkältung sind die Symptome viel weniger stark ausgeprägt, die Temperatur ist nur gering erhöht. Vor allem stehen der Schnupfen und ein schleimiger Husten im Vordergrund“, sagt Uniqua-Mediziner Peter Kritscher. Zu Hause bleiben sollte man aber bei Fieber in beiden Fällen, „denn der Körper benötigt Ruhe, egal, ob es sich um eine Verkühlung oder eine echte Grippe handelt.“

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