Lawinengefahr in Salzburg bleibt weiter erheblich

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Die Lawinengefahr ist ab der Waldgrenze aufwärts überall erheblich (Symbolbild).
Die Lawinengefahr ist ab der Waldgrenze aufwärts überall erheblich (Symbolbild). - © APA/EXPA
Die Lawinensituation bleibt in Salzburg ab der Waldgrenze aufwärts für Wintersportler heikel. Trockene Schneebretter können durch einzelne Personen ausgelöst werden. Das Wetter wird am Wochenende in den Bergen wechselhaft.

Teilweise gibt es sehr große Einsinktiefen und viel Triebschnee, der sich kammnah und hinter kammfernen steilen Geländekanten teilweise durch eine einzelne Person stören lässt. Vor allem die steilen Übergänge sind kritisch. Defensive Tourenwahl und kluge Linien sind wichtig. Spontane Lawinen sind selten, abgesehen von meist kleinen Neuschneelawinen und einzelnen Gleitschneelawinen.

Trockene Schneebretter möglich

Die Lawinengefahr ist ab der Waldgrenze aufwärts überall erheblich (Stufe 3). Trockene Schneebretter können bereits durch das Gewicht einer Person im steilen Gelände ausgelöst werden. In den Lungauer Nockbergen konzentrieren sich die Gefahrenstellen auf die Rinnen aller Richtungen. Das restliche Gelände ist stark abgeweht.

Viel Triebschnee ab Waldrand

In den übrigen Gebirgsgruppen trifft man ab dem Waldrand praktisch in allen Richtungen auf sehr viel Triebschnee mit unterschiedlichen Einsinktiefen, der teilweise mit weniger Wind und kalt überschneit wurde. Gefahrenstellen für Schneebrettauslösungen gibt es in kammnahen Steilhängen genauso wie hinter kammfernen Geländekanten.
Möglich sind mit der Sonneneinstrahlung kleine Lawinen oder Rutsche der Neuschneeschicht aus dem extremen, felsdurchsetzten Steilgelände und einzelne, sporadische Gleitschneelawinen auf extrem steilen Grasmatten unterhalb ca. 2100 Meter.

Der Aufbau der Schneedecke

Umfangreicher Triebschnee der letzten Tage prägt die Schneedecke. Kammnahes Gelände ist abgeweht, Rinnen sind voll, im lichten Waldrand und kammfernen Gelände gibt es enorm viel Schnee und furchteinflösende Einsinktiefen. Meist kam der Wind aus West, zeitweise aber auch aus Nord und Süd, somit wurden fast alle Richtungen zeitweise eingeweht. Die Störanfälligkeit des Triebschnees ist unterschiedlich. Am leichtesten lässt sich der Triebschnee von Freitag stören (meist kammnah), weniger leicht jener vom Sturm vom Mittwoch/Donnerstag (kammfern). Die heikelsten Bruchflächen sind aktuell die Übergänge zwischen den Triebschneepaketen und überwehter lockerer Pulver. Weitere Bruchflächen liegen tiefer, an der Grenze zum Altschnee.
Die Altschneedecke darunter ist stabil. Allerdings saugt nach wie vor die bodennahe Schneedecke Feuchtigkeit aus dem warmen Boden. Damit bleibt die Gleitschneeaktivität erhalten.

Das Alpinwetter der ZAMG Salzburg

Am Samstag wechselt die Sicht mehrmals. In der Früh lockert es auf. Die Sonne kommt durch, bevor es über Mittag wieder zuzieht und danach wieder auflockert. Insgesamt am meisten Nebel und Wolken entlang der Alpennordseite. Richtung Tauern hat die Sonne bessere Chancen, im Lungau meist sogar sonnig. In den exponierten Hochlagen starker Westwind mit 40 bis 50 km/h, am Nachmittag in den Hohen Tauern beginnender Südföhn. Kalt: in 2000m ansteigend von -9 auf -6 Grad.

Am Sonntag herrscht dichter Nebel und stürmischer Wind schon ab der Waldgrenze (80-100 km/h). Im Norden ist mit starkem Schneefall zu rechnen, hier fällt Neuschneemenge von 30 bis 50 Zentimeter in 24 Stunden.

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