Salzburgs Schüler erstellen Energieausweis für Elternhaus selbst

Das Projekt "Energieausweis für's Elternhaus" wurde an der HBLA Ursprung in Elixhausen bei Salzburg im Rahmen der neuen Fachrichtung “Umwelt- und Ressourcenmanagement” umgesetzt.
Das Projekt "Energieausweis für's Elternhaus" wurde an der HBLA Ursprung in Elixhausen bei Salzburg im Rahmen der neuen Fachrichtung “Umwelt- und Ressourcenmanagement” umgesetzt. - © HBLA Ursprung
Das nennt sich praxisorientiertes Lernen: Rund 20 Schüler der HBLA Ursprung haben für ihr Eigenheim einen Energieausweis erstellt und konnten ihren Eltern so konkrete Vorschläge für Sanierungsmaßnahmen präsentieren.

Das Projekt wurde an der Schule in Elixhausen bei Salzburg (Flachgau) im Rahmen der neuen Fachrichtung “Umwelt- und Ressourcenmanagement” umgesetzt. Die Schüler besorgten sich beim Bauamt die Pläne ihrer Elternhäuser und nahmen die wichtigsten Bauelemente auf. Mit Hilfe von Experten aus der Wirtschaft errechneten sie dann die Energieausweise. Ein Vater hat sich aufgrund der Berechnungen seines Sohnes bereits entschlossen, in Kürze den Heizkessel in seinem Haus zu tauschen.

“Energie- und Ressourceneffizienz ist für uns alle von größter Bedeutung und unsere Schülerinnen und Schüler sollen die nachhaltige Gestaltung ihrer Umwelt in praktischer Anwendung lernen”, erklärt Konrad Steiner. Der Lehrer an der Höheren Bundeslehranstalt Ursprung hat in diesem Schuljahr eigens das Freifach “Ressourcenmanagement und Erneuerbare Energie” gegründet. “Die Energieberatung des Landes Salzburg unterstützt unser innovatives Unterrichtskonzept und freut sich über die daraus entstehenden wärmetechnischen Gebäudesanierungen. Profis aus der Wirtschaft arbeiten zudem gemeinsam mit den Schülern und lernen so potenzielle zukünftige Arbeitnehmer kennen”, sagt Steiner.

Gebäude digitalisiert, Sanierungsmaßnahmen simuliert

Die Schüler der HBLA besorgten sich über die Weihnachtsferien die Pläne beim Bauamt, nahmen Elemente wie Fenstertypen, Mauerstärken, Heizung und Verteilsystem auf. Im Kurs mit den Praktikern aus der Wirtschaft – in diesem Fall Benjamin Zauner und Josef Haberl vom Ingenieurbüro Zauner sowie Patrick Hemetsberger von Zehentmayer Software – digitalisierten sie die Gebäude mit einem gängigen Profitool und errechneten den Energieausweis. Im Anschluss wurden mögliche Sanierungsmaßnahmen und deren Auswirkung zur Energieeinsparung, CO2-Reduktion und natürlich Wirtschaftlichkeit simuliert.

Schüler Matthias Lindner und sein Vater Herbert zeigen sich von dem selbst erstellen Energieausweis überzeugt. Der Sohn hat schon vermutet, dass an seinem Elternhaus in Obertrum einige Sanierungsmaßnahmen fällig wären. “Mein Vater wird nun aufgrund meiner Berechnungen in einem ersten Schritt den Heizkessel tauschen. Der rechnet sich am schnellsten“, so der junge Nachwuchs-Experte.

Unterstützung für die HBLA Ursprung kam aus der Praxis: Benjamin Zauner (l.) und Josef Haberl (r.) vom Ingenieurbüro Zauner sowie Patrick Hemetsberger von Zehentmayer Software standen den Schülern mit Rat und Tat zur Seite.(HBLA Ursprung Unterstützung für die HBLA Ursprung kam aus der Praxis: Benjamin Zauner (l.) und Josef Haberl (r.) vom Ingenieurbüro Zauner sowie Patrick Hemetsberger von Zehentmayer Software standen den Schülern mit Rat und Tat zur Seite.(HBLA Ursprung ©

Anmeldefrist für das nächste Schuljahr läuft nur noch kurz

Übrigens: Derzeit läuft noch die Anmeldefrist für das nächste Schuljahr in der neuen Fachrichtung Umwelt-und Ressourcenmanagement an der HBLA Ursprung. Im Unterricht haben Schüler die Gelegenheit, Grundkompetenzen rund um die Themen Umweltschutz, Abfallwirtschaft, Energieeffizienz und erneuerbare Energien zu erlernen – in jedem Fall ein Ausbildungszweig mit hervorragenden Berufschancen in der Zukunft.

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