Schwarzenbergkaserne wird zur “Sicherheitsinsel”

Die Schwarzenbergkaserne soll eine von zwölf "Sicherheitsinseln" werden.
Die Schwarzenbergkaserne soll eine von zwölf "Sicherheitsinseln" werden. - © APA/BARBARA GINDL/Archiv
Die Bundesregierung konkretisiert im Bereich der Landesverteidigung zwei Vorhaben aus ihrer Koalitionsvereinbarung: Mit Ministerratsbeschluss am Mittwoch werden zwölf Standorte künftiger “Sicherheitsinseln” festgelegt, mit denen im Krisen- und Katastrophenfall eine regionale Durchhaltefähigkeit gewährleistet werden soll – darunter die Schwarzenbergkaserne in Wals-Siezenheim (Flachgau). Außerdem soll mit dem zweiten Quartal 2019 die “Rekrutenschule” starten.


Als “Sicherheitsinseln” sind bestehende Kasernenstandorte vorgesehen, wobei man – wie es im Ministerratsvortrag von Verteidigungsminister Mario Kunasek (FPÖ) heißt – besonderes Augenmerk auf die Ausgewogenheit bei der regionalen Verteilung gelegt hat.

Zwölf Kasernen werden zu “Sicherheitsinseln”

Die genannten Standorte sind neben der Schwarzenbergkaserne die Benedekkaserne in Bruckneudorf (Burgenland), die Walgaukaserne in Bludesch (Vorarlberg), die Standschützenkaserne in Innsbruck, die Khevenhüllerkaserne in Klagenfurt, der Fliegerhorst Vogler in Hörsching (Oberösterreich), die Landwehrkaserne in St. Michael (Steiermark), die Gablenzkaserne in Graz, die Vega-Payer-Weyprecht-Kaserne sowie die Van-Swieten-Kaserne in Wien sowie in Niederösterreich die Burstynkaserne in Zwölfaxing und der Fliegerhorst Brumowsky in Langenlebarn.

Als erstes will man nun die Autarkie hinsichtlich des militärischen Eigenbedarfs verwirklichen, dann soll der Ausbau der Standorte zu “Sicherheitsinseln” erfolgen. Es geht dabei etwa um Energie- und Wasserversorgung sowie Lagerkapazitäten, aber auch die Bevorratung mit relevanten Versorgungsgütern. Bezahlt wird dies aus dem laufenden Budget des Verteidigungsministeriums.

Ab 2018 startet neue “Rekrutenschule”

Im zweiten Beschluss geht es um die Einführung einer “Rekrutenschule”, um eine qualitätsvolle Grundausbildung sicherzustellen. Viel Stellenwert wird dabei “einem hohen Erlebniswert zwecks Steigerung der Motivation” eingeräumt. Im Rahmen der Ausbildung erworbene Fähigkeiten sollen für den zivilen Gebrauch angerechnet werden können. Der Start eines Pilotprojektes ist für das zweite Quartal 2019 geplant.

(APA)

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