Flüchtlingsquartiere: Zahl der Asylwerber sinkt stetig

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Auch das ehemalige Asfinag-Gelände diente z
Auch das ehemalige Asfinag-Gelände diente z - © APA/Gindl/Archiv
Vor etwa einem Jahr war die Flüchtlingssituation an ihrem Höhepunkt, Salzburgs Quartiere platzten aus allen Nähten. Mittlerweile sinkt die Zahl der Asylwerber stetig, immer mehr Unterkünfte können aufgelassen werden, etwa auch jenes in der Schwarzenbergkaserne. Hier lest ihr, wie sich die Situation entwickelt.

Im Bundesland Salzburg sinkt die Zahl der Asylwerber. Alleine in den letzten beiden Monaten wurden 300 Plätze abgebaut, wie Philipp Penetzdorfer, Sprecher von Landesrätin Martina Berthold (Grüne) gegenüber SALZBURG24 bekanntgab. Nun wird auch das Containerdorf am Areal der Schwarzenbergkaserne aufgelassen.

Bundesquartiere: Unterkunft in Schwarzenbergkaserne läuft aus

Dort seien derzeit noch rund 40 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge untergebracht, sagte Innenministeriumssprecher Karl-Heinz Grundböck im Gespräch mit SALZBURG24. Bis Mitte 2017 läuft die Vereinbarung mit dem Verteidigungsministerium noch, dann sind die Container Geschichte.

Zu diesem Zeitpunkt wird ein anderes Bundesquartier* in Salzburg schon in Betrieb sein. Im ehemaligen Gebäude der Porscheinformatik werden Plätze für 200 Flüchtlinge geschaffen. „Zu Beginn ist sicher nicht mit einer vollen Auslastung zu rechnen“, meinte Grundböck. Ab Jänner sollen die Versorgungsstrukturen hochgefahren werden. Insgesamt sank laut Salzburger Nachrichten die Zahl der Flüchtlinge in Bundesquartieren im Land Salzburg von 755 im Februar auf aktuell 65.

Landesquartiere: Entwicklung rückläufig

Auch in den Unterkünften des Landes sank die Zahl der Asylwerber. 4.330 Personen sind aktuell in Landesquartieren untergebracht. Nach einem starken Anstieg und dem Höchststand von 4.900 Schutzsuchenden im April diesen Jahres sinkt die Zahl stetig. Grund sind abgeschlossene Asylverfahren. Nun stehen andere Aufgaben am Programm: Das Thema Integration.

So unterscheiden sich Bundes- und Landesquartiere

  • *Bundesquartiere: Diese werden vom Innenministerium betrieben. In der Regel handelt es sich um Erstaufnahmezentren wie etwa das ehemalige Hotel Kobenzl am Gaisberg. Flüchtlinge bleiben dort, bis entschieden ist, ob ihr Asylantrag angenommen oder abgelehnt wird. Im Anschluss kommen sie für die Dauer des Asylverfahrens in Landesquartiere – erst dann spricht man offiziell von Asylwerbern.
  • Landesquartiere: Diese werden vom Land gestellt und in der Regel von Hilfsorganisationen wie der Caritas, dem Roten Kreuz etc. betrieben. Hier sind 4.330 Asylwerber untergebracht.

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