Flugzeugabstürze mit Profisportlern an Bord

Torino, Manchester United, Chapecoense – unter den Opfern von Flugzeugabstürzen haben sich schon mehrmals Fußball-Mannschaften befunden. Hier ein Überblick über die bekanntesten Fälle, bei denen Profi-Sportler betroffen waren:


Mai 1949: Eine Maschine mit der Mannschaft des italienischen Fußballmeisters Torino an Bord streift auf dem Rückflug von Lissabon bei Turin einen Kirchturm und stürzt ab. Alle 31 Insassen kommen ums Leben, darunter 15 Fußballer.

Februar 1958: Die Fußballmannschaft des englischen Clubs Manchester United stürzt auf dem Rückflug von einem Spiel bei Roter Stern Belgrad kurz nach einer Zwischenlandung in München ab. 23 Menschen sterben, darunter 8 Fußballer. 15 Insassen überleben, darunter Fußball-Legende Bobby Charlton und Trainer Matt Busby.

April 1961: Sieben Spieler des chilenischen Fußballclubs Grenn Cross sind unter den 23 Opfern des Absturzes einer DC-3 an den Hängen der Anden, etwa 160 Kilometer südlich von Santiago de Chile.

Jänner 1966: Sieben Schwimmer der italienischen Nationalmannschaft kommen bei Bremen ums Leben, als eine Propellermaschine der Lufthansa nach einem abgebrochenen Landeversuch abstürzt.

Oktober 1972: Eine Maschine der uruguayischen Luftwaffe prallt in den chilenischen Anden gegen einen Berg. An Bord ist auch eine 40-köpfige Rugby-Mannschaft aus Montevideo. Erst zehn Wochen später werden 16 Menschen gerettet. Sie überlebten auch durch Kannibalismus. Hollywood verfilmte 20 Jahre später unter dem Titel “Alive” (Überleben!) den Überlebenskampf der Passagiere.

August 1979: 14 Spieler und 3 Betreuer des usbekischen Fußball-Clubs Pachtakor Taschkent sterben bei einem Unglück über der Ukraine. Zwei sowjetische Maschinen waren zusammengestoßen.

Dezember 1987: Ein Flugzeug der peruanischen Marine stürzt vor der Küste von Lima ins Meer. Unter den 43 Todesopfern sind 16 Spieler der Fußballmannschaft Alianza Lima, vier davon spielten auch für das peruanische Nationalteam.

Juni 1989: Eine DC-8 der surinamischen Gesellschaft SLM streift beim Landeanflug auf Paramaribo einen Baum und zerschellt. Unter den 174 Toten sind 16 in den Niederlanden tätige Fußball-Profis, die in ihrer Heimat Benefizspiele bestreiten wollten.

April 1993: Auf dem Flug zu einem WM-Qualifikationsspiel im Senegal kommen alle Stammspieler der Fußball-Nationalmannschaft von Sambia ums Leben. Die Militärmaschine stürzte ins Meer.

September 2011: Eine Maschine mit dem Team des russischen Eishockey-Clubs Lokomotive Jaroslawl stürzt nach dem Start ab. Insgesamt 44 Menschen sterben.

28. November 2016: Ein Flugzeug mit der Mannschaft des brasilianischen Erstliga-Vereins AF Chapecoense an Bord stürzt im Nordwesten Kolumbiens ab. Laut Polizeiangaben kommen 76 Menschen ums Leben, unter den fünf Überlebenden befinden sich laut Medienberichten auch drei Chapecoense-Spieler.

(APA)

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