Förderung für Jugendzentren bis 2019 gesichert

Über 44.000 Jugendliche und Kinder nutzen das Angebot der Jugendzentren.
Über 44.000 Jugendliche und Kinder nutzen das Angebot der Jugendzentren. - © APA/ TECHT HANS
Der Sozialausschuss hat am Donnerstag einstimmig beschlossen, dass die fünf Jugendzentren (JUZ) in Salzburg zumindest bis 2019 weiterhin gefördert werden. Die endgültige Entscheidung fällt dann im Gemeinderat, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte.

Die Zentren in Lehen, Taxham, der Kendlerstraße sowie Forellenweg und Bolaring werden alle vom Verein Spektrum betrieben. Auch das Jugendzentrum Corner in Itzling des Vereins zur Förderung der Jugendkultur bekommt Geld. Die Förderungen sind mittelfristig und die endgültige Entscheidung trifft der Gemeinderat.

44.000 Jugendliche nutzen Angebot

Pro Jahr gibt die Stadt mehr als eine Million Euro für die Zentren aus. Über 44.000 Kinder und Jugendliche haben laut Stadt das vielfältige Angebot der Einrichtungen genutzt.

Im Detail bekommt sind für das JUZ Lehen jährlich 396.500 Euro vorgesehen. Das JUZ Taxham erhält 226.900 Euro, jenes in der Kendlerstraße 171.700 Euro. Für die Kinder- und Jugendarbeit Forellenweg und Bolaring werden 84.200 Euro zur Verfügung gestellt. Das JUZ Itzling bekommt 179.500 Euro.

Lob und Kritik

Die FPÖ betont dazu in einer Aussendung die Wichtigkeit der Kinder- und Jugendarbeit in den Zentren. „Der Verein Spektrum ermöglicht es Kindern und Jugendliche schon seit vielen Jahren eine vielfältige Freizeitgestaltung erleben zu dürfen. Die Jugendzentren leisten wertvolle Arbeit in den Stadtteilen“, so Gemeinderätin Renate Pleininger.

Kritik kommt hingegen von ÖVP-Gemeinderätin und Sozialsprecherin Marlene Wörndl. Sie spricht in einer Aussendung am Donnerstag von einer Hinhaltetaktik seitens Soziallandesrat Heinrich Schellhorn (Grüne). „Es hat sich leider offenbar bei Landesrat Schellhorn eingebürgert, dass er die Sozialvereine bis zur letzten Sekunde zappeln lässt und erst im letzten Abdruck die Förderung absegnet, so auch bei den Jugendzentren. Wie bitte sollen diese überhaupt ihre Aktivitäten planen?“, kritisiert Wörndl. Erfreut ist Wörndl darüber, dass die Förderungen nun bis 2019 gesichert seien und die Vereine nun ihre Budget planen könnten.

Tarifanpassung in Seniorenwohnhäusern

Außerdem hat der Sozialausschuss eine Tarifanpassung in den städtischen Seniorenwohnhäusern beschlossen. Gegen die Stimmen der FPÖ. Der Grund- und Pflegetarif wird laut Verbraucherpreisindex 2015 um 0,8 Prozent erhöht. Das entspricht der geplanten Pensionserhöhung für 2017. Am Beispiel einer Garconniere im Seniorenwohnhaus Taxham ergeben sich folgende neue Tarife pro Tag: 2017 beträgt der Grundtarif 36,42 Euro (2016: 36,16 Euro). Der Pflegetarif eins steigt von 9,96 Euro auf 10,04. Betroffen davon sind die sogenannten „Selbstzahler“. Das sind rund 30 Prozent der etwa 800 Bewohner in den Seniorenheimen.

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