FPÖ-Angriffe auf den ORF: Redakteure sehen rote Linie überschritten

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Für den ORF-Redakteursrat ist Straches Facebook-Posting eine Grenzüberschreitung.
Für den ORF-Redakteursrat ist Straches Facebook-Posting eine Grenzüberschreitung. - © APA/GEORG HOCHMUTH
Der Redakteursrat des ORF hat scharf auf das Anti-ORF-Posting von Vizekanzler und FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache reagiert. Dies sei eine “massive Grenzüberschreitung durch ein führendes Mitglied der österreichischen Bundesregierung” erklärten die Redakteure am Dienstag in einer Aussendung. Sie sehen eine “rote Linie überschritten”.


“Ein Medium und seine Mitarbeiter pauschal als vorsätzliche Verbreiter von Lügen zu diffamieren und diese Aussage mit dem Foto eines bekannten Journalisten zu illustrieren, ist unter der Würde eines Vizekanzlers der Republik Österreich”, so die Redaktionsvertreter. Sie sehen einen “Tiefpunkt im Umgang Heinz-Christian Straches mit dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk” erreicht.

“Journalisten sind keine politischen Gegner”

Journalisten seien “keine politischen Gegner, sondern Berichterstatter über Politik”. Gegen sachliche Kritik an ihrer Arbeit sei ist nichts einzuwenden, doch “persönliche Angriffe auf die Reputation und den guten Ruf von Journalisten sind in einer Demokratie aus gutem Grund fehl am Platz. Dass derartige Methoden nun von höchster Stelle benutzt werden, direkt aus der österreichischen Bundesregierung, macht betroffen und ist Anlass zur Sorge”.

Für Redakteure ein “systematisches Beschädigen der Reputation”

Die ORF-Redakteure sehen eine Strategie des “systematischen Beschädigens der beruflichen Reputation von Journalisten”. Somit werde auch die Glaubwürdigkeit unabhängiger Medien untergraben. Es “schadet dem ORF, es schadet dem Ansehen der Politik und es schadet der Demokratie in Österreich, wie ein Repräsentant der Regierungsspitze mit der freien Presse umgeht”, hieß es zum Abschluss.

(APA)

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