Frauen fordern Schließen der Lohnschere

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Seit 2004 hat sich die Lage verbessert
Seit 2004 hat sich die Lage verbessert
Für ein Schließen der Lohnschere haben sich Frauen anlässlich des Equal Pay Day am Freitag eingesetzt. Da Frauen nach wie vor im Schnitt um vor 22,7 Prozent weniger verdienen als Männer, arbeiten sie ab morgen statistisch gesehen gratis. Die SPÖ-Frauen machten darauf bereits am Donnerstag mit einem Auftritt mit Krawatten aufmerksam und forderten, dass sich das ändern müsse.


Als Grundlage werden die durchschnittlichen Gehälter von Vollzeitbeschäftigten auf 12 Monate hochgerechnet und verglichen. Im Vergleich zum Vorjahr findet der Equal Pay Day heuer um zwei Tage später statt. Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek erklärte dazu bei der Straßenaktion der SPÖ-Frauen am Bahnhof Wien-Landstraße, damit sei ein kleiner Schritt zum Schließen der Lohnschere erreicht. Damit will sie sich aber nicht zufrieden geben: “Der Kampf um gerechte Bezahlung muss auf mehreren Fronten ausgetragen werden.”

Als wichtigste Maßnahmen sieht die Frauenministerin Investitionen in den Ausbau der Kinderbetreuung und Ganztagsschule, Motivation von Vätern, in Karenz zu gehen sowie die Evaluierung der Einkommenstransparenz. In den vergangenen Jahren seien wichtige Instrumente zum Schließen der Einkommensschere geschaffen worden, diese müssten evaluiert und weiterentwickelt werden, meinte Heinisch-Hosek.

Auch die Wiener Frauenstadträtin Sandra Frauenberger versprach: “Wir werden nicht aufhören, weiter Druck zu machen und den Gleichstellungsprozess voranzutreiben”. Die Wiener Vizebürgermeisterin Renate Brauner machte als einen Grund für die ungleichen Karrierechancen und Einkommen aus, dass Frauen immer noch überproportional für Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege sorgen müssen.

Die ÖGB-Frauen machten darauf aufmerksam, dass die Frauen 2004 genau 100 Tage gratis gearbeitet haben und der Equal Pay Day am 23. September lag. Heuer sind es “nur” noch 83 Tage, im Zehn-Jahres-Vergleich eine Verbesserung um 17 Tage. Für die geschäftsführende ÖGB-Frauenvorsitzende Renate Anderl schließt sich diese Schere zu langsam. Sie fordert daher konkrete Maßnahmen wie den Ausbau ganztägiger und flächendeckender Kinderbetreuungseinrichtungen sowie eine gesetzliche Verpflichtung zur Anrechnung aller Elternkarenzzeiten.

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