Freund sieht Sturm auch in Zukunft als harten Konkurrenten

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Die Grazer entwickeln sich stetig weiter
Die Grazer entwickeln sich stetig weiter - © APA
Zweiter in der Fußball-Bundesliga, Finalist im ÖFB-Cup: Sturm Graz hat in der laufenden Saison den Sprung zum härtesten Konkurrenten von Liga-Dominator Red Bull Salzburg geschafft. Im Lager des Serienmeisters schätzt man die Steirer auch in Zukunft hoch ein. “Ich rechne damit, dass sich Sturm an der Spitze des österreichischen Fußballs etablieren wird”, sagte Sportdirektor Christoph Freund.

Der neuerliche Aufschwung der Grazer ist sehr stark mit dem Namen Günter Kreissl verbunden. Der Sport-Geschäftsführer hat im Mai 2016 bei den Steirern kein leichtes Amt übernommen, aber bisher reüssiert. “Ich schätze sehr was Sturm Graz in den letzten zwei Jahren gemacht hat, es ist eine stetige Entwicklung in der Mannschaft, auch rundherum wird sehr professionell gearbeitet. Günter Kreissl macht wirklich einen super Job”, kamen vom Sportdirektor-Kollegen Freund lobende Worte.

Sturm Graz will zweite Macht werden

2016/17 beendeten die Steirer die Ligasaison mit 60 Punkten bereits als Dritter, aktuell sind sie voll auf Kurs Richtung Rang zwei mit 63 Zählern nach 33 Runden. Als Belohnung würde es einen Champions-League-Qualifikationsplatz geben. “Sie haben eine herausragende Saison gespielt, hatten nur ein, zwei Schwächephasen, die wir nutzen konnten”, so Freund. Winterkönig Sturm verlor zu Beginn des Frühjahres mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen unter Trainer Heiko Vogel entscheidend an Boden, konnte sich danach aber wieder stabilisieren.

“Wir spielen im Rahmen unserer Möglichkeiten eine gute Saison”, betonte Kreissl. Die Zeiten, in denen es in Folge des letzten Meistertitels 2011 nur zu den Plätzen vier (2013/48 Punkte, 2015/58) und fünf (2012/51, 2014/48, 2016/48) gereicht hatte, sind vorerst vorbei. Kreissl hofft darauf, dass dies auch in Zukunft so bleibt. Viel wird dabei auch von seinen Manager-Qualitäten abhängen. Sein Vertrag wurde erst am Montag bis mindestens 2020 verlängert.

Kreissl zieht die Fäden bei Sturm

“Ich bin jetzt zwei Jahre bei Sturm Graz und denke, das passt gut zusammen. Ich fühle mich sehr wohl, kriege viel Wertschätzung und Respekt zurück von allen handelnden Personen”, sagte der 43-jährige Ex-Tormann. Einer davon ist Coach Vogel. “Günter ist der Mann von Sturm Graz, insofern ist es eine ganz wichtige Personalie. Ich freue mich, dass es Sturm gelungen ist, eine Kontinuität in der Zusammenarbeit zu finden”, meinte der 42-jährige Deutsche am Tag vor dem Cup-Endspiel gegen Salzburg.

Schlager im Cup-Finale

Zum zweiten Mal in Folge gab es dabei eine absolute Schlagerpaarung, nachdem sich 2017 die Salzburger gegen Rekordmeister Rapid vor 20.200 Zuschauern 2:1 durchgesetzt hatten. Zum vorerst letzten Mal ging das Endspiel fix in Klagenfurt über die Bühne, wo seit 2014 durchgehend der Cupsieger gekürt wurde. Für die Jahre von 2019 bis 2022 hat der ÖFB unter allen Standorten mit einer Kapazität von mehr als 15.000 Sitzplätzen eine Einladung zu einer Angebotslegung platziert. Eine Entscheidung soll laut ÖFB im Juni fallen. Die Auflage 2019, die zweite von zumindest fünf mit Sponsor UNIQA, ist eine ganz Besondere, feiert der Bewerb da doch sein 100-jähriges Jubiläum.

Das Endspiel ist wieder für den 1. Mai angesetzt. Das war auch dieses Jahr der Fall, der Termin hielt aber nicht aufgrund des Erfolgslaufes der Salzburger in der Europa League. Die Verschiebung wirkte sich nicht negativ auf die Zuschauerzahl aus. Bis Dienstagmittag waren 25.500 Karten verkauft. Auf den Klagenfurt-Cup-Final-Rekord von 2010, als 28.000 Anhänger zum Duell von Sturm mit Wiener Neustadt gekommen waren, fehlte also nicht viel. Abgesehen vom Finale war der Fan-Zuspruch im Cup aber einmal mehr wenig zufriedenstellend: Zu den 62 Partien der fünf Runden, in denen 233 Tore (rund 3,8 pro Spiel) fielen, kamen 112.224 Zuschauer.

(APA)

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