Fritz-Kortner-Retrospektive bei der 52. Viennale

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Einem in Wien geborenen Star der Berliner Theaterszene, der aber auch stets im Film zuhause war, widmet die Viennale heuer ein Special: Das neu eröffneten Metro Kinokulturhaus zeigt ab heute, Freitag, 13 Filme, die Fritz Kortner (1892-1970) zunächst als Schauspieler, später auch als Drehbuchautor und Regisseur prägte.


Das Special startet am Feitagabend um 21.00 Uhr mit der ersten Filmregie-Arbeit von Leopold Jessner, der mit Kortner bereits am Theater zusammengearbeitet hatte. Der Stummfilm “Hintertreppe” aus dem Jahr 1921 ist der erste von insgesamt fünf Stummfilmen, die im Rahmen des Schwerpunkts gezeigt werden. Zu ihnen zählt auch Georg Wilhelm Pabsts “Die Büchse der Pandora” aus dem Jahr 1929 – jener Wedekind-Adaption, die als Kortners wohl berühmteste Stummfilmpräsenz (als Dr. Schön) gilt. Der Abend beginnt mit einer Einführung zum filmischen Werk Kortners von Martin Girod.

Ebenfalls 1929 entstand Kurt Bernhardts “Die Frau, nach der man sich sehnt”, mit der Kortner an der Seite von Marlene Dietrich ins Tonfilm-Fach wechselte. Bis zur Machtergreifung der Nationalsozialisten wirkte er auch noch in Filmen wie Richard Oswalds “Dreyfus” (1930) oder Hans Behrendts “Danton” (1931) mit. “Der brave Sünder” aus demselben Jahr gilt laut Viennale-Programm als “die bedeutendste Hinterlassenschaft” des nunmehr in die Filmregie gewechselten Schauspielers. Das Drehbuch stammt von Kortner und Alfred Polgar und basiert auf dessen ursprünglich für das Theater geschriebener Komödie “Die Defraudanten”.

Im zunächst englischen, dann amerikanischen Exil entstanden Werke wie “Abdul the Damned” (1935) oder der Anti-Nazi-Film “The strange Death of Adolf Hitler” (1943), an dessen Drehbüchern Kortner beteiligt war und in denen er mit starkem deutschen Akzents mitspielte. Bevor sich Kortner nach seiner Rückkehr nach Deutschland wieder dem Theater verschrieb und dort eine bedeutende Regie-Karriere hinlegte, hinterließ er der Filmwelt 1949 noch “Der Ruf”: Regie bei dem “ambitionierten Nachkriegsfilm” (Viennale) führte Josef von Baky. Das Werk ist am 2. November im Metro Kino zu sehen.

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