Fuchs glaubt weiter an WM-Quali-Chance des ÖFB-Teams

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In Ex-Kapitän Fuchs' Augen ist der WM-Zug noch nicht abgefahren
In Ex-Kapitän Fuchs' Augen ist der WM-Zug noch nicht abgefahren - © APA (AFP)
Christian Fuchs kehrt am Dienstag zur österreichischen Fußball-Nationalmannschaft zurück – allerdings nicht als Spieler. Der frühere ÖFB-Teamkapitän wird im Zuge des Testspiels gegen die Slowakei im Wiener Happel-Stadion für seine 78 Länderspiele geehrt. Seinen letzten Auftritt in Rot-Weiß-Rot absolvierte der Leicester-Legionär beim 1:2 im abschließenden EM-Gruppenspiel am 22. Juni gegen Island.

Mittlerweile befindet sich Fuchs während einer Länderspiel-Pause zumeist in den USA bei seiner Familie. In New York verfolgte er auch – so weit es möglich war – die jüngsten Auftritte von David Alaba und Co. Seine Eindrücke über den bisher enttäuschenden Verlauf der WM-Qualifikation teilte der 30-Jährige der APA mit: “Das Team steht spürbar vor einer schwierigen Aufgabe. Ich bin nach wie vor davon überzeugt, dass Marcel Koller und die Jungs das Potenzial haben, das Ruder noch einmal umzulegen und dass die Qualifikation ein Erfolg wird.”

Antwort auf dem Platz

Zwar stünden die Chancen auf eine Teilnahme an der Weltmeisterschaft 2018 in Russland “jetzt natürlich nicht mehr so gut, aber man sollte auch nicht schwarzmalen. Das Team muss in den nächsten Spielen unbedingt eine Antwort geben. Mit mutigen Auftritten und einem starken Willen ist noch alles möglich”, betonte Fuchs. Die Qualität der ÖFB-Auswahl sei nach wie vor hoch. “Wir haben ein sehr starkes Team mit vielen talentierten jungen Spielern, die alle darauf brennen, ihr Bestes für das Nationalteam zu geben. Aber es wird natürlich nicht leicht, die Mannschaft kann sich jetzt in den restlichen Partien kaum noch einen Punkteverlust erlauben.”

Warum dieser Einbruch?

Für die vielen Misserfolge in den vergangenen zwölf Monaten und speziell bei der EM gibt es laut Fuchs mehrere Erklärungen. “Wir hatten einige Verletzungen und viele Spieler hatten eine sehr lange Saison mit etlichen Pflichtspielen. Da kann es schon passieren, dass man dann bei einem intensiven Turnier, wie die EURO eines ist, ein bisschen ausgebrannt ist.”

Seit der EM und dem Rücktritt von Fuchs ist die Position links in der Viererkette eine Baustelle – weder Markus Suttner noch Kevin Wimmer konnten in dieser Rolle bisher überzeugen. Wer seiner Meinung nach der künftige Stamm-Linksverteidiger sein sollte, ließ Fuchs offen. “Auf der linken Abwehrseite gibt es genug ambitionierte Spieler, die die Position spielen können. Da wird Koller mit Sicherheit die beste Lösung für den jeweiligen Gegner finden.”

“Genugtuung verspüre ich nicht”

Dass Fuchs nun in der Nationalmannschaft schmerzlich vermisst wird, entbehrt nicht einer gewissen Ironie – schließlich musste der England-Legionär während seiner Zeit in der ÖFB-Auswahl oft harsche Kritik einstecken. “Aber Genugtuung verspüre ich gar nicht”, betonte Fuchs und ergänzte: “In der Situation, in der das Team jetzt steckt, ist es auch völlig irrelevant, welche Rolle ehemalige Spieler gespielt haben. Es geht darum, dass die Mannschaft alles gibt, um die WM Qualifikation zu erreichen. Ich unterstütze unserer Jungs zu 100 Prozent”, meinte der Niederösterreicher.

(APA)

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