Fünf Briten schließen sich pro Woche Jihadisten an

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Der britischen Polizei zufolge machen sich jede Woche durchschnittlich fünf Briten auf den Weg nach Syrien oder in den Irak, um sich dort der Jihadistengruppe Islamischer Staat (IS) anzuschließen. Fünf Rekruten pro Woche mögen gering erscheinen, auf das Jahr gerechnet sei das aber durchaus eine erhebliche Zahl, erklärte Polizeichef Bernard Hogan-Howe am Dienstag.


Außerdem könne die tatsächliche Zahl noch deutlich höher sein, da Viele womöglich über ein anderes Land Syrien und den Irak bereisten. Der Vormarsch des IS im Irak und in Syrien sei ein Verbrechen, das nicht nur auf ausländischem Boden verübt werde, fuhr Hogan-Howe fort. Die britischen Behörden wüssten, dass sich auch bereits 500 Briten dem Kampf angeschlossen hätten. Die mögliche Rückkehr von Kämpfern mit “militärischen Erfahrungen” in ihr Heimatland bezeichnete der Polizeichef als “Risiko”.

Unterdessen wurde bekannt, dass der Vater der britischen IS-Geisel John Cantlie gestorben ist. Wie die Familie in der Nacht zum Mittwoch mitteilte, erlag der 80-jährige Paul Cantlie am Dienstag den Folgen einer Lungenentzündung. Er hatte kürzlich von seinem Krankenbett aus eine Videobotschaft abgesetzt, in der er die Jihadistengruppe um die Freilassung seines Sohnes anflehte.

John Cantlie wurde nach eigenen Angaben bereits Ende 2012 in Syrien gefangen genommen. Der Reporter arbeitete für britische Zeitungen wie die “Sunday Times” und den “Sunday Telegraph” sowie für die Nachrichtenagentur AFP. Vor einigen Wochen veröffentlichte der IS mehrere Videos mit Cantlie, in dem dieser das Vorgehen des Westens gegen die Extremisten kritisiert.

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