Fünf Festnahmen nach Messerstecherei in Bregenz

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Zwei Jugendliche wurden schwer verletzt
Zwei Jugendliche wurden schwer verletzt
Nach den Zwischenfällen mit zwei Schwerstverletzten bei der Demonstration von Kurden am 11. Oktober in Bregenz hat die Landeskriminalpolizei am Donnerstag insgesamt fünf Tatverdächtige festgenommen. Es gebe entscheidenden Hinweise, auch wenn die zwei Hauptverdächtigen nicht geständig seien, so die Polizei am Freitag bei einer Pressekonferenz.


Im Rahmen des angekündigten Protestmarsches von Kurden gegen die Konflikte an der syrisch-türkischen Grenze waren von vorerst unbekannten Tätern zwei Jugendliche durch Stichverletzungen lebensgefährlich verletzt worden. Im einen Fall – bei dem Opfer handelt es sich um einen 17-jährigen Thailänder – dürfte es sich um die Tat eines Einzelnen gehandelt haben. Als Verdächtiger sollte noch am Freitag ein 25 Jahre alter türkischer Staatsbürger aus Dornbirn in die Justzanstalt Feldkirch eingeliefert werden, so LKA-Leiter Hardy Tschofen.

Im zweiten Fall hatte einen größere Gruppe einen ebenfalls 17-Jährigen umzingelt, geschlagen und schließlich durch einen Stich in die Brust niedergestreckt. Nach umfangreichen Erhebungen und Auswertungen von mehreren Videos, die von den Medien und der Polizei selbst während der Demonstration gemacht worden waren, wird ein 34-jähriger Österreicher türkischer Herkunft als mutmaßlich hauptverantwortlicher Täter in Untersuchungshaft genommen.

Drei weitere Personen, die ebenfalls am Donnerstag in einer konzentrierten Aktion festgenommen wurden, befinden sich wieder auf freiem Fuß. Sie werden wegen Raufhandels angezeigt, so der Ermittlungsleiter Norbert Schwendinger. Den beiden mutmaßlichen Haupttätern droht eine Anklage wegen absichtlicher schwerer Körperverletzung.

Die Festnahmen, an denen das Einsatzkommando Cobra beteiligt war, seien “problemlos” verlaufen. Mehrere sichergestellte Gegenstände müssten noch eingehend überprüft werden, ob sich darunter die Tatwaffen befinden.

Die beiden jugendlichen Opfer konnten inzwischen aus dem Krankenhaus entlassen werden. Sie befinden sich noch in ambulanter Behandlung. Sie gehörten einer etwa 20-köpfigen Gruppe an, die sich in der Nähe befand und die Demo zuerst “neugierig” verfolgte, dann allerdings auch “etwas provoziert” hätte, so die Polizei.

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