Für 1,2 Mio. Euro: Pinzgau Devils planen eigenes Football-Stadion

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Schon bald könnten die Pinzgau Devils in Piesendorf auf einem richtigen Football-Feld auflaufen.
Schon bald könnten die Pinzgau Devils in Piesendorf auf einem richtigen Football-Feld auflaufen. - © zuparino.com/Niko Zuparic
Während in Salzburg die Maxglan-Arena ausgebaut wird, soll nun auch im Pinzgau Großes entstehen: In Piesendorf wollen die Pinzgau Devils für 1,2 Mio. Euro ein neues Football-Stadion errichten.




Seit Jahrzehnten suchen Pinzgaus Sportvereine schon vergeblich nach passenden Trainings- und Spielstätten im Gebirgsgau. Ob im Fußball oder nun auch im American Football, besonders in den kalten Wintermonaten ist die Zahl der Möglichkeiten bis auf den Kunstrasenplatz in Saalfelden stark begrenzt.

Stadion für 500 Zuschauer

Deshalb haben die Pinzgau Devils nun ein einzigartiges Vorhaben gestartet: Auf dem “Bründlplatz” in Piesendorf soll ein modernes Trainingszentrum für die gesamte Region entstehen. Neben einem Kunstrasenplatz inklusive Flutlicht ist die Errichtung eines Gebäudes mit Umkleidekabinen, Besprechungsraum, Sportsbar, Fitnesscenter sowie eine Zuschauertribüne für bis zu 500 Zuseher geplant. „Der Platz ist ideal für uns und wir können dort genau das hinbauen, was wir benötigen, und das alles im Einvernehmen mit dem Eigentümer, der von dem Projekt absolut begeistert ist“, freut sich Devils-Obmann Nils Gödde. „Damit könnten wir nationalen wie auch internationalen Teams und Spielern, ganzjährig die Chance bieten, sich in Trainingscamps optimal weiter zu entwickeln.“

 

500 Zuschauer soll das neue Stadion in Piesendorf fassen. (c) Pinzgau Devils 500 Zuschauer soll das neue Stadion in Piesendorf fassen. (c) Pinzgau Devils ©

Vorbereitungen laufen

Mit ersten Adaptierungsarbeiten ist man in Piesendorf bereits gestartet. Beim Heimspiel der U17-Mannschaft am 25. Oktober gegen die Cineplexx Blue Devils erfolgt die Einweihung der neuen Heimstätte mit einem großen Fest. Klappt alles, soll die gesamte Anlage im nächsten Jahr in Vollbetrieb gehen. „Wir sind dabei, das konkrete Konzept auszuarbeiten, einen Business-Plan zu erstellen und die Finanzierung auf die Beine zu stellen. Wir sind zuversichtlich, alles in den nächsten Wochen unter Dach und Fach zu bringen“, hofft Gödde. Doch gerade die Finanzierung könnte das Ende aller Träume im Pinzgau bedeuten. 1,2 Millionen Euro soll das gesamte Projekt kosten. Angewiesen sind die Initiatoren dabei vor allem auf die Politik und Wirtschaft in der Region.

Kampf um die Finanzierung

„Selbstverständlich ist solch ein Projekt nicht ohne Förderungen möglich. Mit der Sportförderung wird es in Kürze eine Besprechung geben, bezüglich Leader-Förderung sind wir zwar am Ball, hier ist aber die Frage, wann diese Förderschiene zu Geld kommt“, so Obmann Gödde, der auch für den Tourismus eine große Chance in einem Trainingszentrum sieht: „Wir rechnen alleine aus den derzeit geplanten 15 Trainingslagern jährlich ab 2016 mit einer Erhöhung der Nächtigungszahlen um rund 6.000. Davon könnten auch viele Unternehmen im Pinzgau profitieren“.

 

Die Pinzgau Devils in der AFL Division III. (c) zuparino.com Die Pinzgau Devils spielen in der AFL Division III. (c) zuparino.com ©

Im Moment sind die Devils in Gesprächen mit dem Land und das Ganze ist auch als EU-Leaderprojekt eingereicht worden. Zudem setzen die Devils auf die Unterstützung aus der Bevölkerung. Durch die Übernahme einer Patenschaft in Höhe von € 30,00 pro Parzelle kann jeder über das „Platzpaten-Projekt“ zur Finanzierung beitragen. „Jeder einzelne Cent, den wir auf diesem Wege erzielen, hilft den Jugendlichen und dem Sport. Jede noch so kleine Spende oder jeder noch so kleine Sponsorbeitrag wird gerne entgegen genommen“, hofft Gödde auf eine breite Unterstützung, um das einmalige Projekt umsetzen zu können.

 

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