Fußball: Bundesliga-Reform nimmt konkrete Formen an

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Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der österreichischen Bundesliga fällt am 9. Dezember.
Die endgültige Entscheidung über die Zukunft der österreichischen Bundesliga fällt am 9. Dezember. - © APA/Krugfoto/Symbolbild
Der Modus der österreichischen Fußball-Bundesliga nimmt nach der bereits beschlossenen Reform konkrete Formen an. Nachdem in dieser Woche mit der vierten Runde die Sitzungen der Arbeitsgruppen abgeschlossen worden ist, zeichnet sich eine Meisterschaft mit Grunddurchgang, Finaldurchgang und einem Europa-League-Play-off ab. Die Entscheidung fällt am 9. Dezember bei der Bundesliga-Hauptversammlung.

Ausgangslage war die Aufstockung der Bundesliga ab der Saison 2018/19 von zehn auf zwölf Clubs, die zweite Klasse (Erste Liga) wird als eine Mischung aus Amateur- und Proficlubs von zehn auf 16 Vereine vergrößert. Die Analyse des niederländischen Consulting-Unternehmens Hypercube, das den Prozess begleitet hat, hat betreffend Bundesliga ergeben, dass die Aufstockung nur dann zu einer Verbesserung führt, wenn die Meisterschaft in einem Zwei-Phasen-Modell gespielt wird und auch für einen Verein des “unteren” Play-offs die Möglichkeit besteht, sich einen Europacup-Startplatz zu holen.

Bundesliga-Modus mit Grund-, Finaldurchgang und EL-Play-off

So wird das voraussichtlich auch kommen. Demnach wird die höchste österreichische Spielklasse ab 2018/19 zunächst in einem Grunddurchgang der zwölf Teams (jeder gegen jeden, 22 Runden) gespielt. Anschließend erfolgt ein Finaldurchgang mit einer Meistergruppe (Plätze 1 bis 6 des Grunddurchgangs) und eine Qualifikationsgruppe (Plätze 7 bis 12 des Grunddurchgangs), in der innerhalb der Gruppe jeder gegen jeden spielt (10 Runden). Zumindest der Sieger der Qualifikationsgruppe soll danach in einer dritten Meisterschaftsphase die Möglichkeit haben, sich in einem Europa-League-Play-off noch für den Europacup zu qualifizieren.

Dritte Phase noch offen

Wie diese dritte Phase gespielt wird, ist offen. Das könnte eine Ausscheidung zwischen Drittem der Meistergruppe und Erstem der Qualifikationsgruppe bis hin zu mehr involvierten Clubs (auch Zweiter, Vierter und Fünfter der Meistergruppe bzw. Zweiter der Qualifikationsgruppe) bis zu mehrstufigem Play-off (Halbfinale und Finale) gehen. Offen ist auch noch, ob der Titel in einem Meister-Play-off vergeben wird oder ob es zwischen Grund- und Finaldurchgang eine Punkteteilung geben wird. In den Reform-Prozess mit Hypercube waren mittels Interviews, Fragebogen und Diskussionen “Stakeholder” wie ÖFB, Clubs, TV-Partner, Trainer, Fans, Journalisten, Spieler und Spielergewerkschaft, Bundesliga-Partner und Sponsoren sowie Legenden eingebunden.

(APA)

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