Galerie Gugging zeigt “Viechereien”

Animalische Facetten der Art Brut zeigt die Galerie Gugging (Klosterneuburg), wo am Mittwochabend die Ausstellung “franz kamlander & co: viechereien” eröffnet worden ist. Die Tierwelt erweist sich als unerschöpfliches Thema, wobei es oft weniger um naturgetreue Abbildung von Tieren geht als um Empfindungen und Emotionen.

Der Gugginger Künstler Franz Kamlander (1920-1999) ist mit seinen unverwechselbaren Zeichnungen und Gemälden von Tieren – vor allem Kühe, aber auch Pferd, Eule und Löwe mischen sich darunter – berühmt geworden. Der in Hainburg geborene, aus bäuerlichem Milieu stammende, taubstumme Künstler stellte die Tiere – Nutztiere der Landwirtschaft als Symbol der Erinnerung an die Jugend in unzähligen Varianten und Farbtönen – meist von der Seite dar, der Blick ist jedoch dem Betrachter zugewendet. Signiert hat Kamlander stets mit drei parallelen Wellenlinien.

Rund um Kamlanders Werk sind in der Ausstellung Arbeiten von weiteren 25 Künstlerinnen und Künstlern gruppiert, von Laila Bachtiar bis August Walla und Michel Nedjar. Gelbe Schmetterlinge von Heinrich Reisenbauer, fein gezeichnete Elefanten von Oswald Tschirtner, eine Giraffe von Ida Buchmann, Raritäten von Anton Dobay und Ernst Herbeck, dazu erstmals in der Galerie vertreten: Objekte von Jens Mohr, Gemälde von Ernst Schär und Zeichnungen von Michael Vonbank.

Wer größere Beträge in Kunst anlegen will, könnte zum Beispiel Johann Hausers Bild “Blauer Fisch” um 113.000 Euro erwerben. Am unteren Ende der Preisskala rangiert etwa ein “Marienkäfer” von Helmut Hladisch um wohlfeile 440 Euro. In jedem Fall empfehlenswert ist der zur Ausstellung publizierte kleine Katalog mit Texten von Herbeck und Vonbank.

(APA)

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