Gastausstellung der Akademie der bildenden Künste in Würth

Die Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste ist derzeit wegen der umfassenden Sanierung des Gebäudes geschlossen. Ab morgen sind Teile ihrer Sammlung wieder der Öffentlichkeit zugänglich: Die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall zeigt Leihgaben in der Ausstellung “Verborgene Schätze aus Wien”. In Wien quartiert sich die Gemäldegalerie im Theatermuseum ein. Eröffnung ist am 7. November.

Die Ausstellungskooperation in Baden-Württemberg verfolge das Ziel, künftig vermehrt deutsche Kultur-Touristen in die Gemäldegalerie zu bringen, erklärt Akademie-Direktorin Julia Nauhaus gegenüber der APA. Dies habe auch zum Ausstellungstitel “Verborgene Schätze” geführt, da dem breiteren Publikum die Kostbarkeiten der Kunstsammlung unbekannt seien. Die neue Ausstellung solle dies nun ändern.

Das Team der Kunsthalle Würth befrage ihre Sammlung von über 17.000 Exponaten immer wieder neu unter bestimmten Fragestellungen, dieses Mal habe sie der Bezug zu Österreich gereizt, so Direktorin Sylvia Weber. Meisterwerke von Dürer, Botticelli, Rembrandt, Rubens, Klimt, Schiele und Hundertwasser sollen in der bis 8. April laufenden Ausstellung in Dialog mit Werken bedeutender Akademieabsolventen wie Koloman Moser und Ernst Fuchs treten, die ihr Studium anhand der Lehrsammlung der Akademie betrieben hatten.

Neben österreichischen Künstlern werden auch “Auseinandersetzungen mit der österreichischen Geschichte” gezeigt, unter den dabei annoncierten Künstlern befinden sich überraschenderweise auch Andy Warhol und Christo. Insgesamt zeigt die Ausstellung einen Querschnitt durch die letzten fünf Jahrhunderte mit rund 400 Arbeiten von 200 Künstlern.

Umgekehrt ist die Kunstsammlung Würth in Zusammenarbeit mit dem Dommuseum Salzburg immer wieder zu Gast in Österreich, mit den 12 Skulpturen des öffentlichen “Walk of Modern Art” ist sie in Salzburg permanent vertreten, ebenso mit dem Skulpturengarten im Schloss Arenberg.

Ab 7. November können Schätze der seit Juli geschlossenen Gemäldegalerie der Akademie auch in Wien wieder besichtigt werden. Das Ausweichquartier im Theatermuseum ist für drei Jahre geplant. Im Zuge der Neupräsentation wird das Herzstück der Gemäldegalerie, das Weltgerichtstriptychon von Hieronymus Bosch mit “Bosch on stage” in neues Licht gerückt: Autor und Regisseur Jerome Junod setzt sich in einem eigenen Theaterstück mit dem um 1500 entstandenen Meisterwerk auseinander. Außerdem eröffnet mit “Bosch und Burgert” eine neue Ausstellung der Reihe “Korrespondenzen”, das Kupferstichkabinett präsentiert “Thomas Ender – Von Triest bis Rio de Janeiro”.

(APA)

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